DLRG sagt Großübung ab: Zwei Teilnehmende in Quarantäne

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Die Großübung der DLRG für den Kreis Unna, die eigentlich am Samstag hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. Der Grund ist, wie in so vielen Bereichen, das Coronavirus.

Selm, Bork

, 10.10.2020, 13:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die DLRG muss ihre für Samstag (10. Oktober) geplante Großübung ausfallen lassen. Der Grund: Zwei der Teilnehmenden sind als Covid-Kontaktpersonen in Quarantäne. Das bestätigt Jörn Stracke, Zugführer und Mitglied des Planungsteams für die Übung.

Ursprünglich sollte die Übung nach den Richtlinien der Coronaschutzverordnung (CoSchVo) stattfinden. „Wir haben uns an der Verordnung orientiert“, erklärt Stracke. „Wir überschreiten die Zahl von 50 Teilnehmenden nicht und haben die Übung beim Kreis Unna angemeldet.“ Zudem habe man ein Hygienekonzept erarbeitet, das vorsehe, alle Übungsteile draußen stattfinden zu lassen.

Übungsszenario entsprechend der Schutzverordnung

Auch das Übungsszenario hatte man entsprechend der Schutzverordnung angepasst. „Wir haben realistische Unfall- und Notdarsteller, die nur kurz versorgt werden, anstatt wie sonst eine umfassende Patientenversorgung zu erhalten“, sagt Stracke. So würde der Kontakt zwischen den Darstellern und den Teilnehmenden der Übung möglichst kurz gehalten.

Zudem wäre die ganze Zeit über das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes Pflicht gewesen. Auch hätte man ausreichend Desinfektionsmittel bereitgestellt, um regelmäßige Desinfektion der Hände zu gewährleisten.

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„Geplant war, dass die DLRG-Ortsgruppe Selm das Absicherungsboot samt Besatzung sowie die Übungssteuerer stellt“, erklärt Stracke. Die Übungssteuerer stehen den verschiedenen Trupps während der Übung zur Seite. Sie begleiten die Taucher, die Bootsbesatzung und die medizinische Versorgung sowie die Unfall- und Notdarsteller.

„Die Übungssteuerer gewährleisten, dass alles so läuft, wie es soll,“ so Stracke. Sie achten zudem darauf, dass die Übungsbegebenheiten eingehalten werden.

Übung vor allem in Corona-Zeiten wichtig

Die Übung wäre für die DLRG vor allem in Corona-Zeiten wichtig. Denn im Laufe des Jahres mussten viele Fortbildungen ausfallen. Schulungen mussten online stattfinden. „Es ist wichtig, die Leute auch an der Praxis zu halten.“ Praktische Prüfungen seien online eben nicht möglich, so Stracke. Und praktisches Training sei notwendig, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Aber in diesem Fall sei es nicht zu verantworten, die Übung stattfinden zu lassen. „Wir wollen uns lieber für einen möglichen Einsatz während der zweiten Welle bereithalten“, sagt Stracke. Die DLRG habe eine wichtige Funktion im Katastrophenschutz und auch eine Vorbildfunktion.

Der neue Termin für die Übung steht noch nicht fest. Klar ist jedoch, dass sie erst im kommenden Jahr angesetzt wird. Bis dahin will man Lehrgänge teilweise online, teilweise in Präsenz stattfinden lassen – mit Hygienekonzept. „Das hängt aber auch von der aktuellen Situation ab“, so Stracke. Die DLRG hält auch deshalb stetig Rücksprache mit einem staatlich geprüften Desinfektor und ihrem Bezirksarzt.

„Wenn Corona jetzt in den eigenen Reihen ist, ist das eine Variable zu viel“, sagt Stracke. Der Eigenschutz stehe an erster Stelle.

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