Das Lernen auf Distanz ist nicht für alle Kinder machbar. © dpa
Corona und Schule

Distanzlernen im Schulgebäude: Noch gibt es in Selm viele Fragezeichen

Das Distanzlernen ist für einige Schüler eine unmögliche Herausforderung. Kleine Geschwister, gestresste Eltern oder schlechtes Internet machen die Schule unmöglich. Das Land schafft Abhilfe.

Ulrich Walter ist Schulleiter des Städtischen Gymnasium Selm. Auch an seiner Schule tritt bald eine neue Regelung des Landes in Kraft, die es Schülern erlaubt, dem Distanzunterricht im Schulgebäude beizuwohnen, wenn es zu Hause keine Möglichkeit gibt, dem Unterricht zielgerichtet zu folgen.

Schüler, die wegen fehlender Geräte nicht am Unterricht des Städtischen Gymnasium Selm teilnehmen können, sollte es nicht mehr geben: „Wir haben vergangenes Jahr im Frühjahr eine Abfrage gestartet und 50 Schülerinnen und Schüler hatten kein Gerät. Mittlerweile haben alle Schülerinnen und Schüler ein Gerät.“ Aber nicht nur die technische Seite kann ein Hindernis im Distanzlernen sein. Ulrich Walter: „Unabhängig von den Endgeräten hat natürlich nicht jedes Kind eine gute Lernumgebung.“ Wenn viele Kinder auf wenig Quadratmetern lernen müssen, sei das nicht schaffbar.

Die Schulen nehmen Kontakt auf

Wer das Angebot bekommt, in der Schule zu arbeiten, entscheiden nicht die Eltern, sondern die Schulen. Ulrich Walter: „Der Gesetzgeber möchte ja gerade verhindern, dass Eltern ihre Betreuungspflicht abgeben.“ In den nächsten Tagen werden am Gymnasium in Selm in Absprache mit Klassen- und Stufenleitern entschieden, welche Kinder einen Bedarf haben und Kontakt mit den Eltern aufnehmen.

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Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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