Die Zukunft des Wohnens: Roboter auch in Haushalten in Selm

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Klimaschutz ist eines der Zukunftsthemen, denen sich die Wohnungsunternehmen stellen müssen. Es gibt aber auch Themen, die vor nicht allzu langer Zeit eher wie Science Fiction klangen.

Selm

, 03.09.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das kommunale Wohnungsunternehmen Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) hat das Ziel eines „Rundum-Sorglospakets“ für die Mieterinnen und Mieter. Das teilt Geschäftsführer Matthias Fischer mit. „Dabei ist Klimaschutz die Grundlage unseres Handelns“, so Fischer. Wie das umgesetzt werden kann, darüber ließen sich jetzt die Mitglieder des Aufsichtsrates und die UKBS-Geschäftsführung von einem Expertenteam ausführlich informieren.

Er und weitere Experten stellten den Zusammenhang zwischen Zukunftstechnologien und sozialen Gesichtspunkten her.

Radikale Vereinfachung im Alter

Der Energie- und Zukunftsforscher Professor Dipl.-Ing. Timo Leukefeld setzt auf energieautarke Projekte. Er gehe davon aus, „dass bis 2050 mehr Roboter verkauft werden als Autos“. Besonders in Wohnungen für ältere Menschen sollten diese Dienstleistungsroboter eingesetzt werden, um zu einer „radikalen Vereinfachung im Alter“ zu führen, wie es in einer Pressemitteilung der UKBS heißt, die auch in Selm über Wohnungsbestand verfügt.


Künstliche Intelligenz, Digitalisierung bis hin zum autonomen Fahren setzten voraus, auch die Sozialsysteme anzupassen, erklärte Leukefeld. „Unser Wirtschaftssystem ist in einem epochalen Wandel begriffen“, so das Fazit des Energie- und Zukunftsexperten. Seiner Überzeugung nach muss der Energiebedarf künftig eine solare Deckung von 50 Prozent erreichen.

Die künstliche Intelligenz in der Wohnungswirtschaft werde immer besser und sorge für ein „smartes Leben“ im Quartier, bestätigte auch Michael Neitzel, der Geschäftsführer von InWIS, dem Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalplanung. Neue digitale Angebote und sich ändernde Kundenwünsche förderten die Nachfrage nach neuen Dienstleistungen. So erwarteten heute zum Beispiel mehr als ein Viertel aller Mieter ein schnelles Internet in den Wohnungen, zitiert die UKBS Neitzel.

Nachbarschaftsforen im Aufwind

Auch sei das Interesse an Kundenportalen hoch. Der Referent hob hervor, dass sich Nachbarschaftsforen im Aufwind befänden. Sie seien seiner Meinung nach eine „neue Dimension der Teilhabe und des Engagements im Quartier“, führt die UKBS aus.

Für das kommunale Wohnungsunternehmen UKBS gehe es jetzt darum, sich für die Zukunft aufzustellen, erklärte Theodor Rieke, der Vorsitzende des Aufsichtsrates. Er kündigte für den Herbst ein Klimaschutzkonzept an und zeigte sich überzeugt davon, dass man schon jetzt deutlich machen müsse, „wie es mit der Wohnungswirtschaft in der Zukunft aussieht“.

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