Weitere Corona-Fälle im Altenwohnhaus St. Josef in Selm

dzCoronavirus

Der Coronafall im Altenwohnhaus St. Josef vom Donnerstag bleibt kein Einzelfall. Weitere Bewohnerinnen und Bewohner und auch eine Mitarbeiterin haben sich infiziert, erklärt die Caritas dazu.

Selm

, 16.11.2020, 13:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Coronafall, den das Altenwohnhaus St. Josef in Selm am Donnerstag vermeldete, war ein Zufallstreffer. Eine Bewohnerin war gestürzt und im Krankenhaus auf das Coroanvirus getestet worden.

Dieser Fall zieht aber nun weitere Fälle nach sich, wie Thomas Middendorf, Pressesprecher der Caritas Lünen-Selm-Werne auf Anfrage erklärt. Am Freitag hatten Tests im Wohnhaus stattgefunden.

Insgesamt vier Fälle - drei Bewohner und eine Mitarbeiterin

Nun liegen erste Ergebnisse vor: Drei Bewohnerinnen und Bewohner sowie eine Mitarbeiterin sind ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darüber hinaus gebe es keine weiteren Fälle. Die Tests von zwei Mitarbeitenden stehen noch aus, so Middendorf. Alle Fälle seien dem Wohnbereich zuzuordnen, aus dem die am Donnerstag positiv getestete Frau komme. Weitere Bereiche sind also nicht betroffen.

Eine groß angelegte Quarantäne ziehen die Fälle allerdings nicht nach sich: „Die positiv getesteten Bewohner und die Mitarbeiterin befinden sich in Quarantäne“, erklärt Middendorf.

Und wie sieht es für Menschen aus, die ihren Angehörigen im Altenwohnhaus besuchen möchten? „Die Angehörigen von Bewohnern dieses Wohnbereiches sind dringend dazu aufgerufen, bis zum 27. November von Besuchen Abstand zu nehmen“, erklärt Middendorf. Schon am Donnerstag hatte der Caritas-Sprecher erklärt, dass die Angehörigen des betroffenen Wohnbereichs telefonisch informiert worden seien. Da war allerdings noch offen, wie lange die Besuchssperre gelten würde.

In anderen Bereichen sind Besucher weiterhin erlaubt

Für die Bewohner der anderen Bereiche haben die Coronafälle keine verschärften Regeln zur Folge: „Alle anderen Bewohner der Einrichtung werden unverändert unter den derzeit gültigen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen betreut und können von Angehörigen besucht werden“, erklärt Thomas Middendorf dazu.

Im Frühling - zur Zeit des ersten Lockdowns - waren Pflegeheime wochenlang für Besucher gesperrt. Eine Situation, die Bund und Länder in diesem Lock-Down möglichst verhindern wollte, um ältere Menschen nicht sozial komplett zu isolieren. Ein Mittel, um dennoch größere Sicherheit zu gewähren, sollen Corona-Schnelltests für Krankenhäuser und Pflegeheime sein. Das Bundes-Gesundheitsministerium hatte Ende Oktober davon gesprochen, dass entsprechende Vereinbarungen mit Herstellern getroffen worden sein. Dabei gehe es um Liefermengen „von mindestens neun Millionen im November und 11,5 Millionen im Dezember“, so ein Sprecher.

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