Corona-Krise in Selm: Das nächste Blumengeschäft beschließt, zu öffnen

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Zwei von vier Blumengeschäften in Selm haben schon geöffnet oder angekündigt, es zu tun. Jetzt folgt das dritte Fachgeschäft, hat aber wegen der Corona-Krise eine große Bitte.

Selm

, 07.04.2020, 21:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Inhaber des Geschäfts Blumen Kersting hatten vor dem Wochenende betont, sie bereiten sich auf die Wiedereröffnung vor. Jedoch wollten sie laut Sandra Kersting erst mal das Wochenende abwarten, um die allgemeine Lager rund um das Kontaktverbot abzuwarten. Am Montag, 6. April, verkündete Inhaber Martin Kersting: „Wir haben uns dazu entschlossen, zu öffnen.“ Und zwar am Mittwoch, 8. April.

„Die anderen Geschäfte tun es ja auch“, so Kersting. Er habe mit dem städtischen Ordnungsamt gesprochen. Einer Wiedereröffnung stehe demnach nichts im Wege. „Wir werden aber darauf achten, dass maximal nur so um die zwei bis drei Leute im Laden sind.“ Abstände sollen auch eingehalten werden.

Die Öffnungszeiten seien vor Ostern die Gewohnten: Montag bis Freitag 9 bis 13 Uhr, 14.30 bis 18.30 Uhr; Samstag 9 bis 13.30 Uhr; Sonntag geschlossen.

Nach Ostern nur vormittags geöffnet

Nach Ostern werde es aber eine Änderung geben. Ab Dienstag, 14. April, wird das Geschäft montags bis samstags nur von 9 bis 13 Uhr öffnen. Sonntags ist sowieso geschlossen.

Weiter habe das Geschäft von morgens bis abends den Werkstattbetrieb mit Abholung und den Lieferservice.

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Eine große Bitte hat Martin Kersting an die Kunden: „Am besten ist es, wenn die Kunden vorbestellen, damit das, was sie bestellt haben, auch fertig ist, wenn sie es abholen wollen. So entstehen keine Wartezeiten im Laden.“ Wenn man Sträuße binde, dauere das auch seine Zeit. „Dann stünden die Leute im Laden und ich müsste entscheiden, wer vor der Tür warten muss.“ Telefonisch ist das Geschäft unter Tel. (02592) 18 43 zu erreichen.

Appell: Vorbestellen und so Wartezeiten vermeiden

Zu Ostern stellt das Geschäft Blumen Kersting die Gepflogenheiten etwas um: „Wir bieten zu Ostern zum Verkauf nur fertige Sträuße und Sachen an. Wir machen das alles schon fertig, sodass sich die Kunden etwas aussuchen können.“ Damit nicht lange Wartezeiten entstehen. Sollte aber jemand einen individuellen Strauß wollen, bekomme er den auch. Allerdings stehen die Schnittblumen im Geschäft in einem nicht für Kunden zugänglichen Bereich. „Erst mal zu kommen und zu gucken, was man will, ist ja genau das, was man wegen des Kontaktverbots vermeiden sollte.“

Frische Ware ist da

Wie wirkt sich die Corona-Krise eigentlich auf die Lieferwege für ein Geschäft wie das der Kerstings aus? „Das Programm ist etwas eingeschränkter“, antwortet Kersting. „Aber es gibt immer noch frische Ware, die man von den regionalen und deutschen Händlern bekommt.“ Die Überseeware werde weniger. Aber es gebe genügend deutsche Gärtner, die frisch liefern.

Er fahre regelmäßig zum Großmarkt zum Einkaufen. „Frische Ware ist also immer da, nur nicht das gewohnte Angebot.“

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