Im LAFP Bork gibt es aktuell mehrere Coronafälle. © Arndt Brede (Archiv)
Polizeiausbildung

Corona am LAFP in Bork: Fälle an Ausbildungsstätte für Polizisten

Weite Bereiche des öffentlichen Lebens sind im Lockdown. Die Polizeiausbildung in Bork geht trotz der Coronapandemie aber weiter. Ist das ein Ritt auf der Rasierklinge?

Das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP) hat seit dem 11. Januar wieder die Aus- und Fortbildung aufgenommen, die am Standort Bork seit Mitte Dezember 2020 eingestellt gewesen war. Rund 650 Studierende des Ausbildungsgangs zu Kommissaren kamen aus dem ganzen Land wieder nach Bork. Unter normalen Umständen eine freudige Nachricht. Doch reibungslos läuft der Betrieb offenbar nicht ab.

Das LAFP bestätigt am Donnerstag, 4. Februar, dass es aktuell am LAFP-Standort Bork mehrere Coronafälle gibt. Wie LAFP-Pressesprecher Victor Ocansey auf Anfrage mitteilt, seien sieben von rund 200 Selmer Lehrenden positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Neun weitere Lehrende seien aufgrund der dienstlichen Kontaktsituation unverzüglich vom Training freigestellt und aufgefordert worden, sich zur Abklärung des weiteren Vorgehens unmittelbar mit dem zuständigen Gesundheitsamt beziehungsweise ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen.

Coronaschnelltests nach Rückverfolgung

Könnte ein neuer Corona-Hotspot drohen? Ocansey sagt dazu: „Um auszuschließen, dass sich hier ein möglicher Infektionsherd gebildet hat, von dem weitere Infektionsgefahren im Training ausgehen könnten, haben wir infolge der sofortigen Rückverfolgung in Abstimmung mit der behördlichen Polizei- und Betriebsärztin und im Einklang mit den Empfehlungen des RKI sogenannte Corona-Schnelltests für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. Die Schnelltests wurden beim Polizeiärztlichen Dienst in Selm durchgeführt. Alle 66 Schnelltests verliefen negativ.“

Wie sieht es bei den Studierenden aus? Den aktuellen Sachstand skizziert der Pressesprecher so: „Bei den Selmer Kommissaranwärtern sind aktuell fünf Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Diese Personen wohnten zusammen mit zwei weiteren Kommissaranwärtern in einer Wohngemeinschaft in Selm. Die Betroffenen halten sich derzeit an ihren Wohnorten außerhalb der Stadt Selm auf und befinden sich aufgrund der Anordnung der örtlich zuständigen Gesundheitsämter in Quarantäne.“

Weitere 13 Kommissaranwärter seien „aufgrund der dienstlichen Kontaktsituation unverzüglich vom Training freigestellt und aufgefordert, sich zur Abklärung des weiteren Vorgehens unmittelbar mit dem zuständigen Gesundheitsamt beziehungsweise ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen“. Von diesen Personen halte sich derzeit ein Kommissaranwärter an seinem Wohnsitz in Selm auf. Er befindet sich dort aufgrund einer Anordnung des für ihn zuständigen Gesundheitsamtes in Quarantäne. Alle anderen Personen halten sich derzeit in Quarantäne an ihren Wohnorten außerhalb der Stadt Selm auf.

Verwaltung und Stab zum Großteil im Homeoffice

Neben den Lehrenden und Studierenden arbeiten viele weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Verwaltungsangehörige oder Stabsmitarbeitende am LAFP-Standort in Selm. Ein Großteil dieses Personalkörpers befinde sich im Homeoffice, erklärt Victor Ocansey. In diesem Zusammenhang seien aktuell keine bestätigten Fälle außerhalb des Ausbildungsbetriebes zu verzeichnen.

Der LAFP-Pressesprecher betont, die Arbeit des LAFP NRW als Landesoberbehörde und Bildungsträger der Polizei NRW sei ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche und professionelle Polizeiarbeit in allen Städten NRWs. „Unser Ziel ist und bleibt es, das Training der Polizei NRW unter konsequenter Einhaltung der hohen Anforderung des Gesundheitsschutzes aufrechtzuerhalten. Klar ist aber für uns auch, dass der Schutz der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei NRW das höchste Gut ist und bleibt. Daher sind wir sehr wachsam und haben die pandemische Entwicklung auch innerhalb der Polizei NRW arbeitstäglich im Blick, bewerten die Gesamtsituation sowie unsere Maßnahmen fortwährend neu und passen diese situativ an.“

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Arndt Brede

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