Betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr ausgeschlossen

Insolvenzverfahren Westermann

Die Geschäftsführung der Bäckerei Westermann hat vor der erfolgten Eröffnung des Insolvenzverfahrens betriebsbedingte Kündigungen von Mitarbeitern ausgeschlossen. Jetzt zeigt sich, dass eine Sanierung des Unternehmens ohne betriebsbedingte Kündigungen nicht gelingen kann.

SELM

27.01.2012, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Westermann-Filiale an der Kreisstraße ist in Selm bisher erhalten geblieben, während die Filiale an der Ludgeristraße bereits geschlossen ist..

Die Westermann-Filiale an der Kreisstraße ist in Selm bisher erhalten geblieben, während die Filiale an der Ludgeristraße bereits geschlossen ist..

Die Geschäftsführung der Schuldnerin hatte zur Restrukturierung des Unternehmens die Schließung von insgesamt zehn nicht kostendeckend zu führenden Verkaufsfilialen geplant. Dazu gehörte auch die Filiale in Selm auf der Ludgeristraße.Mit den bereits erfolgten Filialschließungen und den geplanten weiteren Schließungen ist ein nicht unerheblicher Umsatzrückgang des Unternehmens und ein entsprechend geringerer Produktionsbedarf verbunden. Die Filialschließungen wirken sich daher unmittelbar auf den Personalbedarf in der Produktion, der Logistik und der Verwaltung des Unternehmens aus.

Alles in allem halten sich die Auswirkungen in Anbetracht der dramatischen Situation der Insolvenz in Grenzen. Von der beabsichtigten Schließung weiterer Verkaufsfilialen wären fünf in Vollzeit und neun in Teilzeit tätige Verkäuferinnen betroffen und zehn Aushilfen, wobei allen Verkaufsmitarbeitern ein neuer Arbeitsplatz in einer anderen Verkaufsfiliale angeboten werden soll. Aufgrund des in anderen Filialen bestehenden Personalbedarfs sollen betriebsbedingte Kündigungen in diesem Bereich des Unternehmens nach aller Möglichkeit vermieden werden, so die Insolvenzverwalterin.

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