Bei Unkrautvernichtung: Hecke in Wagnerstraße in Selm begann zu brennen

dzFeuerwehreinsatz

Die Feuerwehr ist am Freitag, 24. April, zu einem Heckenbrand gerufen worden. Sie konnte schnell wieder abrücken. Niemand ist verletzt worden. Was bleibt, ist ein Stück abgebrannte Hecke.

Selm

, 24.04.2020, 15:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein verkohltes Eckstück zeugt um kurz nach 13 Uhr noch vom Brand einer Hecke in einem Vorgarten in der Wagnerstraße. Ursache des Brandes: Funkenflug, ausgelöst durch einen Brenner, mit dem ein Anwohner das Unkraut in der Zufahrt zur Garage abzuflämmen versucht hatte. Die beiden Feuerwehrfahrzeuge, die herbei gerufen worden waren, konnten schnell wieder abrücken. Denn der Anwohner hatte den Brand bereits mit Wasser aus einem Gartenschlauch gelöscht.

Es war in diesem Jahr bereits der dritte Heckenbrand, zu dem die Feuerwehr gerufen wurde. Im gesamten Jahr 2019 waren es in Selm zwei Heckenbrände gewesen. Das weist die Einsatzstatistik der Feuerwehr Selm aus. Was kann man denn eigentlich tun, um einen Heckenbrand zu vermeiden, wenn man sich denn schon entschließt, Unkraut mit der Flamme zu bekämpfen? Stadtbrandinspektor Thomas Isermann beantwortet die Frage der Redaktion so: „Wenn man abflämmt, sollte man es ganz vorsichtig machen. Im Bereich von Hecken und Sträuchern sollte man mindestens einen Sicherheitsabstand von einem Meter einhalten.“

Gartenschlauch in Bereitschaft

Als weitere Sicherheitsmaßnahme rät Isermann dazu, einen Gartenschlauch bereit zu legen, „damit man, wenn etwas passiert, sofort löschen kann“.

„Die Hecken sind pulvertrocken, und da reichen schon Funken aus, um die Hecke anzuzünden.“
Thomas Isermann, Stadtbrandinspektor

Heckenbrände sind in den vergangenen Jahren nicht gerade selten gewesen. Wetterverhältnisse und das Verhalten von Menschen treffen dann häufig in einem ungünstigen Verhältnis aufeinander. „Das Abflämmen ist zwar bequem, aber auch gefährlich, gerade jetzt bei dieser Trockenheit“, erklärt Isermann. „Die Hecken sind pulvertrocken, und da reichen schon Funken aus, um die Hecke anzuzünden.“

Vorsicht auch mit Palisadenwänden

Doch nicht nur Hecken werden offenbar Opfer von Flammen durch Unkrautvernichtungsbrenner. Auch Holzpalisadenwände, die gern als Trennwände benutzt werden, seien zurzeit sehr trocken, sagt Thomas Isermann. Sie könnten ebenso leicht entflammen wie eine Hecke. „Die Gasflammen aus den Brennern haben eine sehr hohe Temperatur.“

Auch bei Dachdeckarbeiten mit Bitumenbahnen ist Vorsicht geboten, meint Isermann. Die Bitumenbahnen werden dabei mit einem Brenner warm gemacht und verbinden sich mit dem Dach. „Wenn dort aber eine Hecke in der Nähe ist, sollte man bei der Arbeit besonders vorsichtig sein.“

Der momentane Wind sei ebenfalls ein wichtiger Faktor, der zu beachten sei, sagt der Stadtbrandinspektor: Wenn die Hecke angefangen habe zu brennen, könne der Wind die Flammen noch weiter hochschlagen lassen.

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