Ausstellung zeigt gewalttätigen Alltag, mit dem Polizisten zu tun haben

Polizei-Wanderausstellung

Es gibt eine neue Wanderausstellung, die in allen Kreispolizeibehörden Nordrhein-Westfalens zu sehen sein wird. Sie setzt auch in Bork Akzente. Und sie geht an die Nieren.

Bork

, 01.09.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zu sehen im „Grenzgang“ im LAFP Bork: Ein Kunstwerk im Stile von Blut, das nachdenklich macht: Es beschäftigt sich mit der Konfrontation mit speziellen Situationen, die mit dem Existenziellen von Leben und Tod zu tun haben.

Zu sehen im „Grenzgang“ im LAFP Bork: Ein Kunstwerk im Stile von Blut, das nachdenklich macht: Es beschäftigt sich mit der Konfrontation mit speziellen Situationen, die mit dem Existenziellen von Leben und Tod zu tun haben. © Tobias Weckenbrock (Archiv)

Eine Wanderausstellung, die in allen Kreispolizeibehörden Nordrhein-Westfalens zu sehen sein wird, setzt sich mit den besonderen Anforderungen an Polizistinnen und Polizisten auseinander. Minister Herbert Reul eröffnete am Freitag (28. August) die Schau, die Belastungen wie etwa Schichtdienst, fehlende Anerkennung sowie die Konfrontation mit Gewalt und Tod thematisiert. „Jede Polizistin und jeder Polizist muss sich damit auseinandersetzen. Denn diesen Job legt man bei Feierabend nicht einfach ab. Den nimmt man mit nach Hause, und es braucht eine gesunde Psyche, um das Erlebte zu verarbeiten“, sagte Reul.

Die Ausstellung mache deutlich, dass diese Belastungen in der Polizeifamilie keine Tabus sind, im Gegenteil: „Die Ausstellung soll dazu animieren, über die Probleme zu reden und Hilfe einzufordern, wenn sie nötig ist“ so der Minister.

„Grenzgang“ in Bork

Die Ausstellung soll die Polizistinnen und Polizisten zudem einladen, den „Kraftraum“ und den „Grenzgang“ beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP) in Bork zu besuchen. „Kraftraum“ und „Grenzgang“ sind spezielle und weitergehende Angebote, die sich mit den Themen Werte und Belastungen im Polizeiberuf beschäftigen.

Angst bei der Polizei? Im Dienst zeigen können sie sie nicht. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Sorgen und Ängste gibt.

Angst bei der Polizei? Im Dienst zeigen können sie sie nicht. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Sorgen und Ängste gibt. © Tobias Weckenbrock (Archiv)

Sie sind Teil des „Zentrums für ethische Bildung und Seelsorge in der Polizei NRW“, einer deutschlandweit einzigartigen Einrichtung. „Wir dürfen bei allen Diskussionen um Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung niemals außer Acht lassen, dass in den Uniformen Menschen stecken. Und das ist ja auch was wir wollen in Nordrhein-Westfalen: Eine Polizei, die hochprofessionell und menschlich für unsere Sicherheit sorgt“, so Reul.

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