Architektur-Welten stoßen aufeinander: Was die Alte Synagoge mit dem Bauhaus zu tun hat

Bauhaus-Vortrag

Bauhaus: So heißt nicht nur eine Baumarktkette, sondern auch die vor 100 Jahren gegründete Kunstschule. Wie prägend sie bis heute ist, erfahren Gäste am 16. Oktober in der Alten Synagoge.

Bork

, 11.10.2019, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Architektur-Welten stoßen aufeinander: Was die Alte Synagoge mit dem Bauhaus zu tun hat

Viele haben das Jubiläumsjahr 2019 "100 Jahre Bauhaus" als Anlass für einen Besuch in Dessau (Foto) und Weimar genutzt. Dazu gehörte auch der Selmer Architekt Wilhelm Gryzcan-Wiese, der im September das neue Bauhaus-Museum in Dessau besuchte. © Wilhelm Gryzcan-Wiese

Die ehemalige Borker Synagoge ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Walmdach und Rundbogenfenstern. 200 Jahre alt ist der Backsteinbau an der Hauptstraße: der Treffpunkt für alle, die sich über eine Architektur- und Formsprache informieren möchten, die 100 Jahre später entstand.

Architektur-Welten stoßen aufeinander: Was die Alte Synagoge mit dem Bauhaus zu tun hat

Die Alte Synagoge in Bork: ein besonderes Bauwerk. Hier findet der Vortrag statt. © Foto: Arndt Brede

Der 1. April 1919 gilt als Geburtstag. Damals hat Walter Gropius die Leitung der Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar übernommen. Wenige Tage später vereinigte er sie mit der aufgelösten Kunstgewerbeschule und gab ihr einen neuen Namen: Staatliche Bauhaus in Weimar.

Das hat 100 Jahre später geradezu einen Bauhaus-Boom ausgelöst. Im September öffnete etwa in Dessau das Bauhaus-Museum, das seitdem nahezu täglich ausverkauft ist. Bereits im April hatte in Weimar ein neues Bauhaus-Museum eröffnet.

Die Kunst-und Designschule hatte nur 14 Jahre Bestand, in denen sie - angefeindet von konservativen und nationalistischen Kreisen - dreimal umziehen musste. Dennoch hat sie die Welt verändert - nicht nur durch modernes Design und schlichte, sachliche Architektur, sondern auch durch die Form der Zusammenarbeit und das Marketing.

Der Wirtschafts- und Kulturförderverein (Wikult) lädt ein für Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr, in die Alte Synagoge. Dort wird Dr. Gaby Lepper-Mainzer, Kunsthistorikerin und Künstlerin aus Dülmen, über das Bauhaus referieren.

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