Trotz Schaufel und Radlader, Günthter Goldstein kam nicht weit. © Goldstein
Erfahrungsbericht

Als Autofahrer gestrandet: Wenn dank Schnee nichts mehr geht

Unser Fotograf wollte sich am Sonntagmorgen mit seinem Auto ins Schneegetümmel wagen. Der Ausflug war aber schnell beendet. Ein Erfahrungsbericht.

Als es hell wurde an diesem Sonntag war ich doch sehr gespannt, wie sie die Umgebung wohl präsentieren würde. Der Wetterdienst hatte vor starken Schneefällen gewarnt, die Streudienste waren vielerorts in Warteposition – genau wie die Feuerwehren.

Dass es geschneit haben musste, war klar, die Frage war nur: Wieviel? Den ersten Test macht unsere Hündin Frida, der man eigentlich keine größere Freude machen kann als Schnee. Schon an der Haustür gab es die erste Kostprobe in Form einer Minischneewehe. Wie elektrisiert hüpfte sie die ersten Meter durch den feinen Pulverschnee, den ein eiskalter Wind vor sich hertrieb. Doch schnell wurden ihr die Schneemassen auch zu viel und sie wollte zurück.

Ungeachtet dieser Vorzeichen vertraute ich meinem Auto, das mich auf den Spuren des Schnees von Cappenberg aus durch Selm und Lünen tragen sollte, natürlich auf Winterreifen. Ich musste es nicht einmal freifegen, der starke Ostwind hatte den Schnee nur auf einer Seite aufgetragen.

Unser Fotograf Günther Goldstein musste kräftig Schnee schüppen – Erfolg brachte das aber nicht. © Goldstein © Goldstein

Nach ein paar Metern Schluss

Also los, es wird schon schief gehen, dachte ich. Ein Stück zurücksetzen, dann vorwärts ab vom Hof. Das erste Manöver gelang, doch dann war nach ein paar Metern Schluss.

Der Wind hatte überall dicke Schneehaufen zusammen geblasen, die man nicht erkennen konnte. Und auf einen solchen Hügel setzte der Wagen auf und nichts ging mehr.

Da blieb nur noch Schaufeln was das Zeug hält, um das Auto freizubekommen. Der hofeigene Radlader versuchte derweilen Schneisen in die Schneedecke zu machen, und das bis vorne zur Lünener Straße.

Der Motor hatte sich verabschiedet

Als ich dann den Wagen frei geschaufelt hatte, musste ich leider feststellen, dass sich bei dem Hybridmodell der Benzinmotor verabschiede hatte, warum auch immer. Also Ende des Dienstfahrt und eine Lehre: Unterschätze die Naturgewalten besser nicht.

Ich erinnere mich gerade lebhaft an das Schneechaos Ende der 1980er-Jahre. Da musste ich von Lünen kommend den Schlossberg auf halber Höhe rückwärts wieder hinunter fahren, weil nichts mehr ging. So hieß es nun: uu Hause bleiben.

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Redaktion Lünen
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Günther Goldstein

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