Obwohl beim Kantersieg gegen SuS Kaiserau III der Sturm im Vordergrund stand, lobte Borks Spielertrainer einen anderen seiner Schützlinge. © Henkel
Fußball

Zwei Schützen erzielen sechs Tore für den PSV Bork, ein Sonderlob erhält aber ein anderer Spieler

Gegen den SuS Kaiserau III schoss der PSV Bork sechs Tore, die zwei verschiedene Stürmer erzielten. Trainer Sanmi Ojo lobte dennoch einen anderen Spieler, der ihn besonders überzeugte.

Wenn man ein halbes Dutzend Tore, die sich auch noch auf nur zwei Spieler aufteilen, in einem Fußball-Spiel erzielt, erhalten meist vor allem die Schützen ein Trainer-Lob. Beim PSV Bork war das nach dem 6:1-Erfolg über den SuS Kaiserau III etwas anders: Sanmi Ojo, Coach des B-Ligisten, hob einen anderen seiner Schützlinge hervor.

„Luca Helmig hat eine ganz stabile, solide Partie gemacht“, meinte Ojo. In der Tat stand der PSV Bork hinten sehr solide, ließ kaum eine Tor-Möglichkeit für Kaiserau zu. Das einzige Tor der Gäste resultierte aus einem Sonntagsschuss, der kaum zu verteidigen war. Helmig übernahm den Part in der Verteidigung hinten links und machte seine Sache ebenso gut, wie die anderen PSV-Defensivstrategen – dabei ist der 19-Jährige eigentlich nicht auf der Außenbahn zu Hause.

Sanmi Ojo schult Luca Helmig zum Außenverteidiger um

„In der Jugend hat er Innenverteidigung gespielt“, berichtet Ojo. „Er hat einen Wahnsinnsschuss, deswegen pole ich ihn gerade zum Außenverteidiger um, weil er als Innenverteidiger nicht zum Abschluss kommt.“

Luca Helmig überzeugte und hielt seine linke Abwehrseite dicht.
Luca Helmig überzeugte und hielt seine linke Abwehrseite dicht. © Henkel © Henkel

Helmig hatte durchaus Freude an der ungewohnten Aufgabe: „Es war schon etwas komplett Neues. Läuferisch ist die Position kein Problem, weil ich noch in die Offensive kommen muss, aber es macht mir Spaß.“

Trotz der sechs Tore gegen Kaiserau war der PSV Bork nicht unbedingt zufrieden, immerhin hätte die Mannschaft durchaus noch mehr seiner vielen hochkarätigen Chancen nutzen können. „Wir haben gut gespielt, müssen aber die Dinge vorne machen“, bestätigt Helmig. Mit der Defensivleistung war aber auch der 19-Jährige zufrieden.

Trainer Ojo sieht ebenfalls noch Potenzial: „Er muss noch ein wenig lernen, höher zu schieben, aber ich finde, er kommt immer besser rein“, sagt der Coach.

Ursprünglich setzte Ojo Helmig auf die Außenverteidiger-Position, weil ihm hier die Spieler ausgingen. Mittlerweile etabliert sich Helmig aber als echte Alternative – vielleicht erneut am Sonntag (12.30 Uhr), wenn der PSV beim Königsborner SV II antritt. Er dürfte für Ojo sicher auch eine Option sein, wenn er wieder mehr Linksverteidiger zur Verfügung hat. Zwar sind die Aussichten wegen der gestiegenen Konkurrenz vielleicht etwas niedriger, aber die Positions-Konkurrenten müssen sich strecken, wollen sie nicht, dass Helmig ihnen den Rang abläuft.

Voller Einsatz im Training des PSV Bork

Kampflos will der jedenfalls nicht den Platz räumen: „Ich habe mir das Ziel gesetzt, viel zu spielen. Deshalb gebe ich im Training immer 120 Prozent. Und wenn ich spiele, haue ich mich immer voll rein.“

Einen Anspruch auf Einsatzgarantie formuliert Helmig aber nicht. „Wenn ich nicht spiele, muss ich damit klarkommen und dafür im nächsten Training überzeugen. Die Besten müssen spielen – auch wenn ich das vielleicht nicht bin“, sagt er.

Einen Wunsch äußert der 19-Jährige aber noch. „Ich kann mit gut vorstellen, auch künftig als Außenverteidiger zu spielen, weil ich gerne laufe. Vielleicht aber nicht links, immerhin bin ich Rechtsfuß und da ist es auf der anderen Seite angenehmer“, sagt Luca Helmig.

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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