Trainer Reinhard Behlert kann beim SC Capelle auf eine erfahrene Alternative zurückgreifen. © Henkel
Fußball

Vom Edeljoker zur echten Alternative: Ein 43-Jähriger drängt sich beim SC Capelle auf

Da der SC Capelle im Saisonstart einige Ausfälle zu beklagen hatte, griff Trainer Reinhard Behlert auf einen alten Bekannten zurück. Der schoss gleich ein ganz wichtiges Tor.

Weil der SC Capelle zum Saisonstart einige verletzte Spieler hatte, musste Trainer Reinhard Behlert einen alten Bekannten um Hilfe bitten. Daraus könnte jetzt eine ernsthafte Alternative werden.

Es lief die 84. Minute im Spiel zwischen dem SC Capelle und der Zweitvertretung des VfL Senden. Die Gäste hatten soeben das 2:1 erzielt. Capelles Stürmer Stefan Wagner war erst sieben Minuten auf dem Platz und stand nun im Mittelkreis und führte den Anstoß aus. Er legte den Ball zurück ins Mittelfeld und lief sofort in die Spitze durch. Dann erreichte ihn ein langer Ball. Wagner setzte sich gegen einen Sendener Verteidiger durch und traf flach zum 2:2-Endstand.

„Das war ein richtig gutes Gefühl. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, schwärmt Wagner ein paar Tage nach dem Spiel.

Wagner und Behlert haben eine gemeinsame Vergangenheit

Eigentlich hatte der 43-Jährige vor knapp zehn Jahren seine aktive Karriere als Fußballer beendet. Doch so ganz aufhören konnte er dann doch nicht. „2019 hat mich der Reinhard (Reinhard Behlert, Trainer des SC Capelle, Anm. d. Red.) gefragt, ob ich nicht Bock hätte, in Capelle auszuhelfen“, erinnert sich Wagner. Der Routinier musste damals nicht lange überlegen und sagte zu. In der Saison 2019/20 wäre er dann sogar beinahe direkt mit dem Verein in die A-Liga aufgestiegen.

Wagner und Behlert verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. Die beiden kennen sich schon seit der B-Jugend, wo sie gemeinsam beim SuS Kaiserau aktiv waren. Dass Wagner bei Capelle aushilft, ist also auch ein Gefallen für einen guten Freund. „Ich habe ihm gesagt, dass er mich jederzeit anrufen kann, wenn ich gebraucht werde. Ich springe gerne ein und helfe, wo ich kann.“

Da der SC Capelle noch nicht wieder alle Spieler mit an Bord hat, stand Wagner auch schon im Auftaktspiel gegen den Werner SC im Kader. „Ich habe mich richtig geärgert, als wir nach dem 3:3 kurz vor Schluss dann noch verloren haben“, sagt Wagner.

Gelingt Wagner am Sonntag der nächste Streich für den SC Capelle?

Der Stürmer ist noch immer mit viel Herzblut und Leidenschaft dabei. „Wenn ich die Zeit hätte, würde ich auch ein bis zweimal zum Training gehen und wenn der Körper mitmacht, helfe ich von mir aus auch noch mit 45 aus.“ Mit solchen Toren, wie dem Ausgleichstreffer gegen Senden ist der 43-Jährige immer eine Hilfe.

Vielleicht kann er das ja auch am Sonntag (12.30 Uhr) bei der Zweitvertretung des FC Nordkirchen wieder unter Beweis stellen. „Stand jetzt gehe ich davon aus, dass ich dabei bin“, sagt Wagner, „und wenn nicht, dann fahre ich so zugucken und packe vorsichtshalber mal meine Sporttasche ein.“

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