Der Trainer der Frauen des PSV Bork, Markus Kuhn, ist mit seiner Mannschaft diese Bezirksliga-Saison noch ungeschlagen. © Reith
Fußball

Vier Hände für ein Halleluja: PSV Bork hat ein besonderes Erfolgsgeheimnis

Die vergangene Bezirksliga-Saison schließen die Frauen des PSV Bork als Tabellensiebter ab – gehören in einer Statistik aber zu den Top drei. Eine besondere Regelung führt zum Erfolg.

Den Fußballerinnen des PSV Bork spielt die Corona-bedingte Unterbrechung der aktuellen Saison so gar nicht in die Karten. Nach einer Rollenanpassung in der Vorbereitung durch das Trainerteam um Markus Kuhn ist die Mannschaft zum Saisonstart in Topform.

Die Kickerinnen gewinnen ihre ersten drei Spieler in der Frauen-Bezirksliga mit einer eindrucksvollen Tordifferenz von plus 15 Toren in gerade einmal drei Spielen. Dass die zehn Feldspielerinnen so befreit aufspielen können, hängt viel mit einem sicheren Rückhalt zusammen – und den gibt es im Tor der PSVlerinnen gleich in doppelter Ausführung.

Bei den Frauen des PSV Bork verhindern vier Hände die Gegentore

Damit gemeint sind die beiden Torhüterinnen Marie Bartsch und Isabel Piotrowski, die immer zwei Partien am Stück absolvieren und danach die jeweils andere Kollegin übernehmen lassen. „Letzte Saison hat sich das von selbst ergeben, weil mal die eine und mal die andere gefehlt hat, aber für diese Saison haben wir eine besondere Regelung“, erklärt Trainer Markus Kuhn.

Marie Bartsch und der PSV Bork hatten vergangene Saison eine der besten Deffensiv-Abteilungen der Bezirksliga. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

In der vergangenen Saison führt die Arbeitsteilung bereits zu einer Top-drei-Platzierung für die PSV-Frauen. Tatsächlich schaffen es nämlich nur zwei Mannschaften in ihrer Liga mehr Tore zu verhindern, als es den beiden PSV-Torhüterinnen gelingt. „Beide sind wirklich stark und wenn man zwei so gute Torhüterinnen hat, sollten auch beide spielen“, sagt Kuhn.

Keine Absprachen unter den PSV-Trainern

Dass es bei den Frauen des PSV Bork eine ähnliche Torhüter-Arbeitsteilung gibt wie in der von Sanmi Ojo trainierten Herrenmannschaft, ist laut Kuhn aber Zufall. „Es gibt da keine Absprachen und jeder macht das individuell mit seiner Mannschaft, auch wenn wir natürlich miteinander im Kontakt stehen“, so der Trainer der Frauenmannschaft.

Für Kuhn spielt den beiden Torhüterinnen aber auch noch eine weitere Entscheidung in die Hände. „Wir haben unsere Vierer-Abwehrkette etwas verschoben und dadurch mehr Sicherheit“, so der Trainer.

Isabel Piotrowski teilt sich im Kasten des PSV Bork einen Stammplatz mit einer Mitspielerin. © Patrick Fleckmann © Patrick Fleckmann

Dass die Abstimmung mit ihren Kolleginnen für Bartsch und Piotrowski zu einem Problem werden könnte, weil sich die Verteidiger alle zwei Partien auf eine andere Torhüterin einstellen müssen, glaubt Kuhn nicht.

„Wir trainieren das auch ständig im Training, beide sind gleich gut mit dem Fuß und das wissen die anderen Mitspielerinnen auch“, sagt der PSV-Trainer.

An den Aufstieg glaubt der Trainer noch nicht

Für die Zukunft rechnet Kuhn seine Mannschaft trotz der guten Entwicklung aber noch nicht zu den Aufstiegskandidatinnen. „Wir sind gut gestartet, hatten einen tollen Lauf, aber man weiß nie, wie sich die anderen Mannschaften verstärken und ich sehe uns erstmal unter den ersten fünf in der Tabelle“, sagt Kuhn.

Eine Platzierung, die zumindest seine beiden Torhüterinnen mit ihrer Gegentor-Statistik schon erreicht haben.

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Ist passionierter und aktiver Sportler aus dem schönen Bergischen Land und seit 2011, ursprünglich wegen des Studiums, im Ruhrgebiet unterwegs. Liebt die Kommunikation mit Menschen im Allgemeinen und das Aufschreiben ihrer Geschichten im Speziellen.
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