Gegen die SG Selm wird GS Cappenberg auf Lukas Glaser (r.) verzichten müssen. © Jura Weitzel
Fußball

Unterschiedliche Vorzeichen für SG Selm und GS Cappenberg im Stadtduell

Die SG Selm empfängt GS Cappenberg am Freitagabend zum Stadtduell. Beide Teams haben unterschiedliche Voraussetzungen. Nicht nur deshalb könnte die Partie hochinteressant werden.

Klassischer Derbycharakter wird wohl nicht entstehen, wenn am Freitagabend (19.30) die SG Selm GS Cappenberg zum Stadtduell am Sandforter Weg bittet, schließlich ist es „nur“ ein Vorbereitungsspiel, zu dem sich die beiden Fußball-A-Ligisten treffen. Die Partie dürfte aber trotzdem einiges an interessanten Aspekten zu bieten haben, auch weil beide Teams gehen mit unterschiedlichen Vorzeichen ins Duell.

Das Personal

Wie in jedem Vorbereitungsspiel geht es für beide Mannschaften darum, sich personell möglichst schadlos zu halten. Die SG Selm ist bislang weitestgehend von Verletzungen verschont geblieben. Trainer Mario Rast muss lediglich auf beruflich eingebundene, erkrankte oder kurzfristig verhinderte Spieler verzichten.

Anders sieht das bei seinem Gegenüber aus. Lukas Glaser wird Coach Pascal Harder verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen, ebenso wenig wie Fabian Wißmann, der den Grün-Schwarzen sogar für längere Zeit nicht zur Verfügung stehen wird. Zudem klagen einige GSC-Spieler über kleinere Blessuren.

Beide Trainer betonen, dass am Test das Wichtigste sein wird, dass alle Spieler das Duell ohne Beschwerden überstehen.

Der Rhythmus

Für GS Cappenberg ist der Test am Freitag bereits die vierte Standortbestimmung der Vorbereitung. In den bisherigen drei Vergleichen kassierte GSC zwar drei Niederlagen, die Leistungen gegen bislang stets höherklassige Gegner waren aber ansprechend. Mit der SG testen die Cappenberger erstmals gegen einen A-Ligisten. „Ich spiele lieber gegen Gegner, gegen die man richtig gefordert ist“, kommentiert Harder.

Anders sieht das bei der SG Selm aus. Die Rast-Elf hat wegen Absagen bislang lediglich ein Spiel im Sommer absolviert, das gegen Landesligist VfL Senden mit 0:1 verloren ging. „Gegen Senden haben wir einen guten Job gemacht“, so Rast. Der SG-Trainer betonte, dass das Spiel gegen Cappenberg durchaus Wichtigkeit habe, da es erst der zweite Test der Vorbereitung sei.

Der Gegner

„Gegen einen Gegner aus der gleichen Liga hoffe ich auf mehr Spielanteil“, gibt Rast die Marschrichtung seiner Mannschaft vor. Der Trainer kündigte an, nicht nur im Spiel gegen Cappenberg viel auszuprobieren wollen. „Bei mir hat sich noch niemand einen Status erspielt“, so Rast auch um Hinblick darauf, dass die SG in der annullierten Saison nur drei Spiele unter seine Regie machte.

Für das Spiel gegen Cappenberg hat der SG-Trainer eine Vorstellung, was er aus der Partie ziehen wird: „Gegen einen eingespielteren Gegner als wir es sind will ich sehen, wie die Abläufe funktionieren und wie kommuniziert wird“, sagt Rast. Trotzdem wünscht sich der SG-Coach: „Ich möchte jedes Spiel gewinnen, sonst brauchen wir nicht auf den Platz gehen.“

Für die gebeutelten Cappenberger wird noch wichtiger als bei den Selmern sein, das Spiel gut zu überstehen. Ohnehin hat Harder die Entwicklung im Blick: „Wichtig ist, dass wir einen Schritt nach vorne machen“, so der GSC-Coach. „Das Ergebnis ist für mich zweitrangig, aber natürlich möchten wir auch gewinnen.“ Für ein Testspiel könnte es also ein sehr interessantes Duell werden.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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