Nachdem er seine Profikarriere beendet hat, wird Kevin Großkreutz künftig für den Westfalenligisten TuS Bövinghausen auflaufen. © Stephan Schuetze
Fußball

TuS Bövinghausen und Großkreutz spielen in drei Wochen gegen kanadischen Ex-Nationalspieler

Die Zahlen lassen es wieder zu. In NRW sind in manchen Städten Testspiele wieder möglich. Das nutzt der Fußball-Westfalenligist TuS Bövinghausen für ein erstes Testspiel in drei Woche aus.

Es ist der größte Transfer der Dortmunder Amateurfußball-Geschichte. Der Weltmeister und zweifache Deutsche Meister Kevin Großkreutz ist im Winter zum Fußball-Westfalenligisten TuS Bövinghausen gewechselt. Ein Ex-Profi im Dortmunder Amateurfußball.

Viele Leute sind gespannt, wie sich der 32-Jährige auf diesem Niveau schlägt. Kevins Cousin Marcel Großkreutz, der selbst beim BVB II gespielt hat, hatte Kevin Großkreutz gewarnt und ihm gesagt, dass auch in diesen Ligen guter und physisch starker Fußball gespielt werde. Mit halber Kraft sei hier nichts zu holen. Aber Kevin Großkreutz hatte immer beteuert, dass er topfit in das Abenteuer TuS Bövinghausen gehen werde.

Kevin Großkreutz´ spielerische Klasse ist unbestritten

Und ist er topfit, ist er eine Bereicherung für den gesamten Amateurfußball, denn seine fußballerische Klasse ist unbestritten. Ansonsten wäre er nicht Weltmeister, Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger geworden. Zuletzt hatte er noch beim Drittligisten KFC Uerdingen gespielt. Die Liaison endete vor Gericht. Der Prozess endete zu Gunsten von Großkreutz. Uerdingen musste ihm eine Abfindung von 442.000 Euro bezahlen.

Großkreutz hatte gehofft, Bövighausen 2021 schon dabei zu helfen, in die Oberliga aufzusteigen. Bekanntlich wurde die Saison 2020/21 letztlich annulliert und der TuS Bövinghausen muss ein weiteres Jahr in der Westfalenliga spielen, obwohl der Klub am Tag der Annullierung auf Rang eins der Westfalenliga lag. Somit stoppte die Corona-Pandemie den direkten Durchmarsch von der Kreisliga A in die Oberliga.

In der neuen Spielzeit wird der Sprung in die Oberliga abermals geplant. Mit Kevin Großkreutz. Und jetzt ist bekannt, wann er das erste Mal das Bövinghauser Trikot in einem offiziellen Spiel tragen wird. Der TuS Bövinghausen tritt am 13. Juni um 15 Uhr beim münsterschen Westfalenligisten Westfalia Kinderhaus an. Darauf einigten sich am Donnerstagabend Bövinghausens Boss Ajan Dzaferoski und Kinderhaus-Trainer Holger Möllers.

„Die Jungs sind heiß. Sie wollen wieder auf den Platz. Und bis zum 13. Juni haben sie jetzt genügend Zeit, sich fit zu machen, damit sich keiner verletzt“, sagt Dzaferoski. Möllers freut sich auch auf das Duell: „Nach der langen Pause ein Testspiel gegen Kevin Großkreutz zu bestreiten, ist für meine Spieler eine schöne Sache“, sagt Möllers, der selbst bekennender Schalker ist.

Münster hat den niedrigsten Inzidenzwert in ganz NRW

In Münster ist es ab Freitag (21.5.) wieder möglich, Testspiele zu absolvieren. Hier liegt die Inzidenz seit mehr als sechs Tagen unter der 50er-Hürde. Münster hat aktuell die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz in ganz NRW (17,8). Die Inzidenz muss aber stabil bei unter 50 bleiben, damit die Partie auch stattfindet. Die Stadt Münster hatte gegenüber unseres Verlages bestätigt, dass auch Klubs aus anderen Städten in Münster spielen dürfen.

Auch aus Städten, in denen der Inzidenzwert höher als 50 ist. Wie zum Beispiel in Dortmund. Hier darf der TuS Bövinghausen mit seiner Westfalenliga-Mannschaft aktuell noch nicht einmal auf dem Platz trainieren. Erst wenn die Inzidenz an sechs Tagen stabil bei unter 100 liegt, dürfen sie zurück auf ihren Kunstrasen, dann aber nur kontaktfrei trainieren. Erst bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 findet in Dortmund wieder Training statt, wie es die Spieler noch aus der Vor-Corona-Zeit kennen.

Kevin Großkreutz trifft auf den ehemaligen kanadischen Nationalspieler Massih Wassey (l.).
Kevin Großkreutz trifft auf den ehemaligen kanadischen Nationalspieler Massih Wassey (l.). © dpa © dpa

Trotzdem glaubt Dzaferoski, dass seine Jungs fit in die Partie gegen Kinderhaus gehen werden. „Drei Wochen müssen reichen“, sagt er. Und Kinderhaus ist gleich ein starker Gegner. Der Klub ist binnen kürzester Zeit von der Bezirksliga in die Westfalenliga aufgestiegen und kickt in Bövinghausens Parallelgruppe. Und Kinderhaus hat vor kurzem erst auch einen ehemaligen Nationalspieler als Neuzugang vorgestellt: Massih Wassey.

Der Mittelfeldspieler ist bei Preußen Münster groß geworden, hat später für den BVB II und den SC Paderborn gespielt. Er trug auch schon zweimal das Trikot der kanadischen Nationalelf. Also ist das erste Testspiel von Kevin Großkreutz gleich ein Duell zweier ehemaliger Nationalspieler. Mehr geht nicht zum Start.

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Thomas Schulzke

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