Im Sommer darf die Mannschaft des PSV Bork einen hochkarätigen Neuzugang in ihrem Kreis begrüßen. © Sebastian Reith
Fußball

Transfer-Coup: PSV Bork verpflichtet einen Westfalenliga-Spieler mit Bundesliga-Erfahrung

Der PSV Bork setzt ein Zeichen: Für die kommende Saison wechselt ein Spieler aus der Westfalenliga zum B-Ligisten. Der Neuzugang sammelte auch schon Erfahrungen in der Bundesliga.

Der Sportliche Leiter Martin Klingenberg fasst es ganz gut zusammen: „Uns ist ein kleiner Transfer-Coup gelungen.“ Das kann man wohl sagen. Denn der Fußball-B-Ligist PSV Bork verpflichtet zur neuen Saison einen Spieler aus der Westfalenliga, der auch schon in der Bundesliga gespielt hat.

Marvin Kemmann heißt der Neue. Noch spielt der Torwart bei Grün-Weiß Nottuln in der Westfalenliga, davor hütete er das Tor des VfL Senden. In der Jugend war der heute 23-Jährige sogar bei Preußen Münster und stand auch in der U17-Bundesliga auf dem Feld.

Aber wie ist es dem PSV Bork gelungen, so einen hochkarätigen Neuzugang zu angeln? Die Antwort ist wie in so vielen Bereichen: über Kontakte. „Am 1. August 2020 hat er in dem Unternehmen, bei dem ich auch arbeite, eine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen. Wir haben uns mal über Fußball unterhalten und er sagte mir, dass er kürzertreten wolle. Sechsmal die Woche wäre ihm zu viel und er wolle mehr Privatleben.“

Marvin Kemmann wechselt im Sommer zum PSV Bork.
Marvin Kemmann wechselt im Sommer zum PSV Bork. © Johannes Oetz © Johannes Oetz

Nach Gesprächen mit dem Sportlichen Leiter Klingenberg und dem Trainer Sanmi Ojo entschied sich Kemmann, der in dieser Spielzeit in sechs von sieben Westfalenliga-Partien im Tor stand, zum Wechsel. Da er erst noch die Saison in Nottuln zu Ende spielen will, haben wir vereinbart, dass er im Sommer kommt“, sagt Klingenberg.

Kemmann war bei vielen Vereinen begehrt

„Er ist jung, aber hat schon eine enorme Erfahrung. Wir sind enorm glücklich, dass wir einen Spieler mit seiner Qualität überzeugen konnten. Uns ist auch wichtig, dass wir uns treu bleiben und keinem Spieler Geld zahlen. Er hat gesagt, dass Fußball für ihn Spaß und ein Hobby ist. Er ist ein feiner Kerl“, so der Sportliche Leiter.

Bei Kemmann, dessen Freundin in Selm nur ein paar Meter entfernt vom Platz des PSV wohnt, hätte laut Klingenberg das Telefon nicht aufgehört zu schellen, als Vereine erfahren hätten, dass er Nottuln verlassen wolle. „Umso glücklicher sind wir, dass er zu uns kommt.“

An der Zielrichtung für die Mannschaft werde sich durch die Verpflichtung aber nichts ändern. „Die Konkurrenten werden mit Sicherheit denken: ‚Oh, was in Bork passiert. Die rüsten ganz schön auf.‘ Aber wir wollen oben angreifen und gucken, was dabei rauskommt“, so der PSV-Verantwortliche.

In der kommenden Saison wird Bork mit Marvin Kemmann, Simon Guder, Rene Peters und Hendrik Hamelmann, der aus der A-Jugend hochkommt, vier Torhüter zur Verfügung haben. Marvin Koch verlässt die Borker zum Saisonende in Richtung SV Südkirchen.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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