Der SV Südkirchen kann sich über einen Rückkehrer freuen, der vor zehn Jahren den Klub verließ. © Sebastian Reith
Fußball

Top-Stürmer vom SV Südkirchen: „Die Landesliga hat mich nicht gereizt“

Vor zehn Jahren verlor der SV Südkirchen seinen Top-Stürmer. Später hatte er die Chance, in der Landesliga zu spielen. Dennoch entschied er sich nach Südkirchen zurückzukehren. Warum?

Vor zehn Jahren verlor der SV Südkirchen einen seiner besten Spieler. Mittlerweile ist er wieder zurück am Friedhofsweg, worüber die sportliche Führung froh und erleichtert sein sollte.

Das Talent, um höher zu spielen, hatte er ohne Zweifel: Vor einigen Jahren wurde Julian Rohlmann mit dem Werner SC Bezirksligameister und stieg in die Landesliga auf. Doch im gleichen Sommer wechselte er zurück zu seinem Jugendverein nach Südkirchen. Das hatte mehrere Gründe.

„Als wir in die Landesliga aufgestiegen sind, haben wir in der Familie Zuwachs bekommen. Deshalb wollte ich mein Fußballdasein etwas herunterschrauben“, erinnert sich Rohlmann. Auch aus fußballerischer Sicht fiel ihm die Entscheidung leicht: „Die Landesliga hat mich nicht gereizt. Wer weiß, vielleicht wäre es dann noch einen Schritt weiter gegangen, aber damit hätte ich auch nicht mein Geld verdienen können“, sagt der gelernte Fliesenleger.

Julian Rohlmann hätte in der Landesliga spielen können, entschied sich aber letztlich für seinen Heimatklub SV Südkirchen.
Julian Rohlmann hätte in der Landesliga spielen können, entschied sich aber letztlich für seinen Heimatklub SV Südkirchen. © Hendrik Skirde © Hendrik Skirde

„Ich wollte auch nicht erst mit Ende 30 zu Südkirchen zurückkehren, sondern noch fit sein, damit ich für die erste Mannschaft spielen kann“, fügt er hinzu. Die Rückkehr zu seinem Jugendverein war also schon immer ein Thema für Rohlmann.

SV Südkirchen ist für Julian Rohlmann eine Herzensangelegenheit

„Hätte mein Trainer Mark Bördeling mich damals nicht angesprochen, wäre ich eigentlich auch in Südkirchen geblieben“, sagt der Stürmer heute. Den Großteil seiner Fußballkarriere hat er in Südkirchen verbracht. Mit drei Jahren hat er beim SV Südkirchen angefangen, Fußball zu spielen. Dort hat er die Jugendmannschaften bis zu den Senioren durchlaufen.

Im Sommer 2011 kam dann der damalige Trainer Mark Bördeling auf ihn zu. „Er hat zu mir gesagt, dass ich mal etwas Neues kennenlernen und eine andere Erfahrung machen sollte“, erinnert sich Rohlmann.

Also wechselte er gemeinsam mit Bördeling zum TuS Wiescherhöfen. Ein paar Jahre später ging Rohlmann zum Werner SC, wo er in der Offensive eine wichtige Rolle spielte und 2017 in die Landesliga aufstieg. Doch im selben Sommer wechselte er zurück zum SV Südkirchen und wurde gleich Torschützenkönig in der Kreisliga B.

Jetzt spielt er schon wieder einige Jahre bei seinem Herzensverein und ist voll des Lobes: „Die Kameradschaft hier ist super. Jeder kennt hier jeden, jeder hilft jedem. Ich kann nur Gutes über Südkirchen erzählen.“

Der Top-Knipser hat noch nicht genug

Mit Anfang 30 gehört er zu den erfahreneren Spielern im Südkirchener Kader. Seine Erfahrung möchte er an seine Mitspieler weitergeben: „Ich möchte die jungen Leute pushen und zum Beispiel zeigen, dass man den Kopf nicht in den Sand steckt, wenn man hinten liegt.“ Gleichzeitig höre er aber gerne auch den Jüngeren zu. „So ergänzt man sich ganz gut.“

Auch sportlich hat Julian Rohlmann noch Pläne: „Wir haben das Potenzial und sind eine charakterstarke Mannschaft. Wir müssen jetzt einfach mal oben mitspielen und nicht immer nur darüber reden.“ Mit seinen Toren kann er der Mannschaft sicher dabei helfen.

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