Die alten Tennisplätze des TC Cappenberg könnten bald saniert werden. © Patrick Fleckmann
Tennis

Selmer Tennisverein hofft auf Fördermöglichkeit für 50 Jahre alte Tennisplätze

Die TG Selm hat durch ein Förderprogramm bereits eine große Finanzspritze erhalten. Nun könnte auch ein zweiter Tennisverein in Selm profitieren. Der Weg dorthin gestaltet sich aber kompliziert.

Ein Selmer Tennisverein durfte sich in diesem Jahr bereits über eine ziemlich große Finanzspritze freuen. Der TG Selm hatte nämlich im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ einen Förderbescheid über insgesamt 87.723 Euro erhalten. Mit dem Geld will der Verein unter anderem seine Tennisplätze und das Online-Buchungssystems modernisieren. Nun könnte auch ein zweiter Tennisclub in Selm durch das Förderprogramm eine Grundüberholung seiner Anlage in die Wege leiten.

50 Jahre alt sind die Plätze des TC Cappenberg schon – Zeit also für eine Sanierung. Und die will der Verein mit den möglichen Fördergeldern umsetzen. Während die Förderung im Rahmen des Programms „Investitionspakt Sportstätten“ nämlich vom Tisch ist (wir berichteten), hat der Tennisverein an der einmaligen finanziellen Unterstützung durch das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ weiterhin Interesse.

Grundsätzlich werden durch das Projekt der NRW-Landesregierung Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung sowie zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen dabei zur Verfügung.

Knapp 60.000 Euro wären beim Selmer Tennisclub nötig, damit die Plätze erneuert werden können. Ohne die Förderung müsste man das Ganze über die Jahre hinweg in vielen kleinen Schritten und viel langsamer bestreiten, erklärt Bernd Holtwick, Sportwart des TC Cappenberg. „Das wäre mühsamer und man sieht nicht so schnell Fortschritte.“

Situation des Vereins war nicht sicher

Doch die ganze Sache gestaltet sich ein wenig kompliziert. Der Verein hatte bereits im vergangenen Jahr den entsprechenden den Antrag ganz regelkonform beim Landessportbund NRW eingereicht. Als dann weitere Unterlagen angefordert wurden, hat man sich in Bezug auf die Sanierung der Tennisplätze etwas zurückgehalten. Grund war die unsichere Immobiliensituation des TC Cappenberg zu diesem Zeitpunkt, erklärt Dr. Ulrich Breilmann, Vorsitzender des Vereins.

Der Tennisclub hatte nämlich im vergangenen Jahr die Förderung aus dem „Programm „Investitionspakt Sportstätten“, die für das marode Vereinsheim vorgesehen war, im ersten Anlauf nicht erhalten. Man wollte damals nicht in die Situation geraten, dass man Fördergelder bekommt, aber am Ende nicht mehr lebensfähig ist – ohne Immobilie und ohne Mitglieder. „Wenn ich das eingereicht hätte, hätte man den Antrag auch nicht mehr weiter vergeben können. Und es wäre unfair gewesen, Gelder zu reservieren und gar nicht zu wissen, wie es bei uns weitergeht“, erklärt Breilmann.

Fehlende Unterlagen bereits nachgereicht

Nun gab es aber Gespräche mit der Verwaltung Kanitz als Eigentümer des Vereinsheimes, die dem TC Cappenberg eine Lösung für die Situation auf der Tennisanlage vorgeschlagen hat (wir berichteten). Durch diese würde der Verein eine gewisse Planungssicherheit für kommende Jahre bekommen. Deswegen sei man nun auch weiterhin an den Fördermitteln des Programms „Moderne Sportstätten 2022“ interessiert, erklärt Breilmann. Den noch fehlenden Pachtvertrag hat der Vorsitzende bereits beim Landessportbund (LSB) eingereicht. Und auch der Stadtsportbund Selm wurde aktiv, indem er den Antrag des Tennisclubs priorisierte. „Wir sind wieder im Rennen und haben alles Nötige in die Wege geleitet“, so Breilmann.

Bisher gab es aber noch keine Zusage für die Gelder und die damit verbundene Generalüberholung der Tennisplätze des TC Cappenberg. Falls der Club den Förderbescheid bekomme sollte, wolle man versuchen, die Anlage für die Saison im kommenden Jahr zu sanieren.

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