Schon seit längerer Zeit ist der GSC-Sportpark geschlossen. © Jura Weitzel
Fußball

Seit eineinhalb Jahren von Rückschlägen geplagt: Spieler von GS Cappenberg sieht aber das Positive

Ein Spieler vom GS Cappenberg verletzte sich im Sommer schwerer – mal wieder. Im Rückschlag erkennt er auch einen Vorteil und kann es kaum abwarten, bis er wieder auf dem Feld steht.

Wieder fit und trotzdem noch Pause: Ein Fußballer von GS Cappenberg hat seine Sprunggelenkverletzung überwunden, kann aber noch nicht wieder auf den Platz, weil der Ball im Amateursport weiterhin ruht. Die Vorfreude auf die Rückkehr ist groß.

Der 20. September 2020 war für Maximilian Stasch von GS Cappenberg gleich doppelt bitter: Seine Mannschaft verlor mit 0:6 beim Kamener SC, dem Aufstiegsfavoriten in der A-Liga, und Stasch zog sich nach einem Foul eines Gegenspielers eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zu. Die Verletzung zwang ihn zu einer längeren Pause. „Ich habe anderthalb bis zwei Monate Pause gemacht. Dann bin ich wieder gelaufen und hatte keine Probleme mehr“, sagt Stasch.

Vom Pech verfolgt und dennoch positiv

In den letzten zwei Jahren ist Stasch ein bisschen vom Pech verfolgt. Im September 2019, ziemlich genau ein Jahr vor der Bänderverletzung, brach sich Stasch, der in der Offensive bei GSC vielseitig einsetzbar ist, das Schlüsselbein und fiel einige Monate aus. Nach der Winterpause war er wieder richtig fit, doch nach drei Spielen wurde die Saison wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal unterbrochen.

Dann folgten vier lange Monate ohne Fußball, ehe Ende Juli wieder Testspiele möglich waren. Im September startete dann endlich die neue Saison, doch nach vier Spielen zog sich Stasch die Bänderverletzung zu, die ihn erneut zur Pause zwang. Und jetzt ruht der Ball wegen des erneuten Lockdowns schon wieder seit fünf Monaten.

Deshalb kommt Stasch seit anderthalb Jahren nicht in einen vernünftigen Spielrhythmus. „Das ist natürlich unglücklich, dass ich immer wieder aus dem Tritt geworfen werde“, sagt Stasch.

Doch er kann der langen Pause auch etwas Positives abgewinnen: „Ich glaube durch die längere Pause, in der ich kein Fußball spielen und mir die Knochen nicht kaputtmachen kann, kann ich ein bisschen regenerieren.“ Stasch nutzt die Pause für seinen Körper. Er geht laufen, macht Krafttraining und stärkt seine Muskeln im Sprunggelenk. So möchte er weiteren Verletzungen vorbeugen.

Maximilian Stasch hat noch viel vor bei GS Cappenberg

Heute ist Stasch also wieder richtig fit und kann es kaum erwarten, auf den Fußballplatz zurückzukehren. Wenn er aktuell Fußball im Fernsehen schaue, „dann juckt es natürlich in den Füßen“, sagt Stasch. „Ich habe wieder richtig Bock zu pöhlen, mal wieder etwas mit der Mannschaft zu machen und die Leute zu treffen“, so Stasch weiter. Doch zu einem möglichen Restart der Saison zeigt er sich wenig optimistisch: „Ich glaube, dass die Saison abgebrochen wird, aber vielleicht kann man dann im Mai zumindest mal wieder mit zehn Leuten trainieren und ein bisschen kicken.“

Stasch hat die Pause derweil auch genutzt, um seinen Vertrag in Cappenberg zu verlängern. Der Offensivspieler spielt seit fünf Jahren bei GSC und fühlt sich wohl: „Das Potenzial ist hier meines Erachtens ziemlich hoch. Das haben wir nur leider in der letzten Saison nicht so richtig aufs Feld bekommen.“

Mit vier Punkten aus fünf Spielen liegt GSC nur einen Punkt vor einem Abstiegsplatz, sodass das Team um Maximilian Stasch bei einem möglichen Restart erst einmal um den Klassenerhalt kämpfen müsste.

Langfristig hat er aber ganz andere Ziele: „Ich möchte oben angreifen. In den nächsten zwei Saisons würde ich gerne unter die ersten vier Mannschaften der Liga kommen. Das Potenzial dazu ist da.“ Das erste Ziel dürfte für Maximilian Stasch aber erstmal die Rückkehr auf den Fußballplatz sein.

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