Pascal Harder muss länger auf einen seiner Spieler bei GS Cappenberg verzichten. © Jura Weitzel
Fußball

Schlimme Befürchtung bewahrheitet sich: Spieler von GS Cappenberg verletzt sich schwer

Zwar musste ein Spieler mit dem Krankenwagen vom Feld gebracht werden, trotzdem hoffte er, dass die Verletzung nicht so übel ist. Am Ende kommt es dann aber noch schlimmer.

Die sportliche Leistung bot Anlass zur Freude, denn Fußball-A-Ligist GS Cappenberg leistete trotz der 0:1-Niederlage gegen Bezirksligist Teutonia SuS Waltrop ordentlich Widerstand. Entsprechend zufrieden zeigte sich Pascal Harder nach dem Spiel. Damit haben die guten Nachrichten für den Spielertrainer aber ein Ende. Denn in nächster Zeit werden ihm zwei Spieler fehlen – einen davon hat es übel erwischt.

Verletzung geschieht bei einer Abwehraktion für GS Cappenberg

„Beim Gegentor habe ich noch versucht, den Ball mit dem rechten Fuß rauszufischen“, berichtet Fabian Wißmann, wie er sich die Verletzung zugezogen. „Ich bin dann mit dem linken Bein aufgekommen und es fühlte sich dann so an, dass es sich durchgedrückt. Es ist komplett in die falsche Richtung gesprungen.“

Fabian Wißmann (r.) verletzte sich schwer und fällt lange aus.
Fabian Wißmann (r.) verletzte sich schwer und fällt lange aus. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Obwohl Wißmann sogar mit dem Krankenwagen abtransportiert werden muss, ist die Hoffnung zunächst groß, dass die Verletzung vielleicht doch nicht so schlimm ist. „Zunächst dachte ich, dass alles kaputt ist, was kaputt gehen kann. Gefühlt lag ich 10 oder 15 Minuten auf dem Rasen, weil ich erst mal mit dem Schmerz klarkommen musste. Ich wusste sofort, dass der Krankenwagen kommen muss“, erzählt Wissmann.

Sofort geht es ins Krankenhaus, wo zunächst eine Fraktur ausgeschlossen wird. „Das Knie ist ordentlich geschwollen“, sagt Wißmann da noch. Die Hoffnung, Glück im Unglück zu haben, ist da noch groß. „Im besten Fall ist das nur eine Dehnung“, so Wißmann. „Ich würde mich freuen, wenn das Kreuzband intakt ist.“ Allerdings hat Wißmann schon eine Vorahnung: „Das Knie fühlt sich sauinstabil an. Ich befürchte, dass der Innen- oder Außenmeniskus etwas abbekommen hat.“

MRT-Untersuchung bringt neue Erkenntnisse

Das ist am Dienstag. Die MRT-Untersuchung am Mittwoch bestätigt jedoch nicht nur die dunkle Vorahnung, sondern übertrifft sie noch deutlich.

„Erst war davon die Rede, dass die Kreuzbänder noch intakt sein sollen. Jetzt ist leider deutlich geworden, dass das vordere Kreuzband durch ist und der Meniskus gerissen ist“, sagt Wissmann. Nun soll er auf ärztlichen Rat hin möglichst bald operiert werden.

Die MRT-Untersuchung brachte die Gewissheit der schweren Verletzung.
Die MRT-Untersuchung brachte die Gewissheit der schweren Verletzung. © Wissmann © Wissmann

An Sport ist erstmal nicht zu denken. Mindestens sechs Monate wird Wißmann keinen Sport machen können. Die Hinrunde der neuen Saison und wohl mindestens den Beginn der zweiten Halbserie wird er damit wohl mindestens verpassen und ist zum Zuschauen verdammt. Bei den Cappenberger Spielen will Wißmann dann immerhin zum Anfeuern vorbeischauen, wann immer ihm das möglich ist.

Spiel gegen Teutonia SuS Waltrop bringt eine unschöne Wende

Bis zum Spiel gegen Waltrop blieb Wißmann, was Verletzungen angeht, weitestgehend verschont, wie er berichtet. „Ich habe noch vor Kurzem zu meiner Freundin gesagt, dass ich relativ viel Glück gehabt habe – und dann passiert mir so eine Scheiße.“

Am Mittwoch nach der MRT-Untersuchung kann und will Wißmann seine Enttäuschung und Niedergeschlagenheit im Gespräch kaum verbergen. „Es ist scheiße, dass genau das eingetreten ist, was ich befürchtet habe“, sagt Fabian Wißmann. „Ich bin ordentlich geknickt.“

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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