GS Cappenberg hatte gegen die Reserve des SuS Kaiserau das bessere Ende für sich. © Henkel
Fußball

Reserve des SuS Kaiserau und GS Cappenberg liefern Hochspannung und maximale Intensität

SuS Kaiserau II und GS Cappenberg liefern sich ein packendes Duell. Am Ende hat GSC das bessere Ende für sich, scheitert aber fast an sich selbst.

Grün-Schwarz Cappenberg hätte sich nicht über eine Punkteteilung beschweren dürfen. Im Spiel der Fußball-Kreisliga A hätte die Reserve des SuS Kaiserau auch noch den Ausgleich machen können. Mit Glück und Geschick blieb es aber beim 3:2 (2:1) für die Gastmannschaft aus Cappenberg.

„Es kommen ja zahlende Zuschauer, da wollten wir es spannend machen“, meinte GSC-Spielertrainer Pascal nach dem Abpfiff erschöpft aber glücklich. Tatsächlich war es so, dass Cappenberg bis zum finalen Schiedsrichterpfiff um den ersten Saisonsieg bangen musste. Das lag einerseits daran, dass die Grün-Schwarzen mit eigenen Chancen zu fahrlässig umgingen und andererseits Kaiserau in einer intensiven Partie gut mithielt und sich nie aufgab.

SuS Kaiserau hat die erste Chance des Spiels

Der SuS war es auch, der die ersten hochwertigen Impulse nach vorne setzten. Rund 20 Minuten passierte erst aber einmal wenig, bis Ben-Martin Jendis per Außenrist am knapp am GSC-Tor vorbeizog (26. Minute). In dieser Phase waren die Hausherren die etwas stärkere Mannschaft und belohnten sich in der Folge. Fabrice Piel zog aus der zweiten Reihe ab, der Schuss wurde noch abgefälscht und senkte sich unhaltbar hinter Cappenbergs Keeper Bendix Wagner ins Tor (29.).

Das Tor brachte Kaiserau ein wenig Sicherheit – allerdings nur kurz. GSC schüttelte sich und spielte weiter nach vorne. Bei einem Vorstoß wurde ein Cappenberger im Strafraum gelegt. Den fälligen Elfmeter wehrte Thorben Suerkemper im SuS-Tor noch stark ab, beim Nachschuss von Fabrice Pestinger war er dann aber chancenlos – 1:1 (37.)

Durch den Ausgleich hatte Cappenberg merklich Oberwasser und drehte noch vor der Pause das Spiel: Spielertrainer Harder stand in der Mitte goldrichtig und musste eine Hereingabe nur noch über die Linie drücken (39.). Mit dem 1:2 aus Kaiserauer Sicht ging es in die Pause.

Die Gäste aus Cappenberg kamen stark zurück aus der Kabine und übernahmen schnell wieder das Kommando. Nach einem Steilpass aus abseitsverdächtiger Position tauchte Robin Selbststaedt vor dem SuS-Tor auf und vollstreckte eiskalt. Anschließend schien GSC das Geschehen zu kontrollieren und nichts mehr anbrennen zu lassen, war selbst noch die gefährlichere Mannschaft.

Und dennoch wurde es noch einmal spannend. Erst hatte Cappenberg die Chance, den Deckel endgültig draufzumachen, war aber bei einem Überzahl-Konter zu verspielt und fing sich im direkten Gegenzug den Anschlusstreffer zum 2:3 durch Piels zweites Tor des Tages (76.).

Bendix Wagner hält den Sieg für GS Cappenberg fest

Weitere Gelegenheiten, den alten Abstand hatte GSC im Anschluss auch noch, aber es gelang kein weiteres Tor mehr, sodass das Zittern bis zur letzten Szene anhielt, als der SuS bei einer Ecke noch einmal alle Spieler in den Cappenberger Strafraum beorderte – doch Torwart Bendix Wagner fing den Ball ab und hielt den Cappenberger Sieg fest.

„Wir haben zum Schluss noch einige Dinger liegen gelassen, dafür haben wir hinten kompakt verteidigt, so wie wir uns das vorgenommen haben“, meinte Harder, der mit seiner Mannschaft vor allem vor dem Hintergrund, dass einige seiner Spieler trotz Krämpfen weiterspielten, zufrieden war: „Vielleicht ist es kein schöner Fußball, aber drei Punkte sind drei Punkte.“ Die Spannung hätte es aus Cappenberger Sicht aber nicht unbedingt gebraucht.

Kaiserau: Suerkemper – Kühn (24. Jendis), Wyborny, Hülsmann, Milcarek (69. Klug), Pischel (56. Pischel), Weßelmann, Schmidt, Kolkmann, Piel, Castaldi (56. Agu)

GSC: Wagner – Pohl, Griskevic (75. Siegeroth), Stasch, Heckenkamp, M. Zentgraf, Selbstaedt (60. Kozlik), Pestinger (63. Macculi, 82. Meyer), T. Zentgraf, Harder, Jäger

Tore: 1:0 Piel (29.), 1:1 Pestinger (37.), 1:2 Harder (39.), 1:3 Selbststaedt (54.), 2:3 Piel (76.)

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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