Eine Schwerter Tennisanlage soll modernisiert werden. © Bernd Paulitschke
Tennis

Noch ein Übergangsjahr wie 2020? Tennisverband hat einen Plan für den Saisonverlauf

Die rote Asche lockt - Tennisspieler aller Alters- und Leistungsklassen scharren mit den Hufen, endlich wieder unter freiem Himmel aufschlagen zu können.

Auf den meisten Tennisanlagen hängen die Netze und die Plätze sind präpariert. Es kann demnächst also losgehen – natürlich unter Einhaltung der Coronaschutzverordnung. Nach deren aktueller Fassung ist es erlaubt, Einzel zu spielen. Doppelpartien sind dagegen nur zwischen Personen des eigenen Hausstands mit nur einer Person aus einem zweiten Hausstand gestattet – eine ziemlich praxisferne Konstellation.

Keine Doppel also – stellt sich die Frage, wie unter diesen Rahmenbedingungen der Meisterschafts-Spielbetrieb laufen soll. Als erste Reaktion haben die Verantwortlichen des Westfälischen Tennisverbandes den ursprünglich für Anfang Mai geplanten Saisonstart um drei Wochen nach hinten verschoben. Nun soll es Ende Mai, in der Woche nach Pfingsten, losgehen.

Elmar Schlüter, als Vizepräsident beim WTV zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, nennt zwei Gründen, warum die Verschiebung des Saisonstarts aus WTV-Sicht sinnvoll ist:

Nicht nur als Funktionär am Ball: Elmar Schlüter ist auch selbst noch als Tennisspieler aktiv. © Helmut Steines © Helmut Steines

„Bei der jetzigen Corona-Lage wissen wir doch gar nicht, ob wir überhaupt Wettkampfspiele durchführen können – so haben wir wenigstens schon mal etwas Zeit gewonnen. Und wenn man ab Mitte April auf die Plätze kommt und dann zweieinhalb Wochen später schon zum ersten Meisterschaftsspiel antreten soll, wäre es nach einer so langen Pause auch aus gesundheitlichen Gründen kaum zu vertreten gewesen, schon Anfang Mai mit der Saison zu beginnen“, erklärt Schlüter. Die aktualisierten Spielpläne inklusive der Termine sollen zeitnah nach Ostern veröffentlicht werden, sagt Schlüter.

Nicht geplant ist nach Aussage des WTV-Funktionär eine weitere Übergangssaison. Als solche hatte der Verband die Sommersaison 2020 deklariert. Damals war es den Vereinen selbst zu überlassen, ob sie angesichts der Corona-Beschränkungen ihre Mannschaften in die Saison schicken oder nicht. Absteiger gab es nicht, ein Aufstieg aber war möglich.

Und diesmal? „Klare Ansage: Noch gehen wir von einer ganz normalen Saison aus. Und absagen können wir immer noch“, sagt Schlüter. Man werde die weitere Pandemie-Entwicklung beobachten, „und gegebenenfalls müssen wir dann Anfang Mai nochmal neu entscheiden“, so Schlüter.

Aktuell aber plane man im Verband so, dass die Meisterschaftsspiele ab Ende Mai ganz normal über die Bühne gehen können. „Wir haben zumindest die Hoffnung, dass das funktionieren kann“, sagt Schlüter. Dass man bald auch wieder Doppel spielen darf, ist ein Teil dieser Hoffnung.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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