Der FLVW um Vizepräsident Manfred Schnieders und die Fußballkreise beraten sich erneut. © imago images/Noah Wedel
Amateurfußball

Nach Entscheidung in Bremen: FLVW berät mit Kreisen über den Re-Start im Amateurfußball

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) kommt erneut zu digitalen Beratungen mit seinen Fußballkreisen zusammen. Der Re-Start der Saison ist eines der Hauptthemen.

Aktuell befinden sich alle Amateurfußballer im Wartestand. Die Saison pausiert aufgrund der Coronavirus-Pandemie – und alle Akteure stellen sich momentan die gleichen Fragen: Wann geht es im neuen Jahr wieder los? Wie viele Spiele werden dann bis zu einem möglichen neuen Lockdown gespielt? Wird die Saison überhaupt zu Ende gespielt? Die Antworten auf diese Fragen kann aktuell niemand sicher beantworten. Es gibt aber jemanden, der sich mit diesen Szenarien zwingend auseinandersetzen muss.

Die Fußballverbände. In Bremen haben die zuständigen Funktionäre schon die ersten Entscheidungen mit Blick auf das kommenden Jahr getroffen. Die Spielzeit wurde bis in den Juni verlängert und das offizielle Ziel ist es schon jetzt nur noch, wenigstens die Hinrunde über die Bühne zu bekommen.

Auch der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) macht sich seine Gedanken und bittet seine Fußballkreise am Wochenende des 12./13. Dezembers zur Ständigen Konferenz, um über genau diese Fragen zu beraten.

„Sprechen natürlich über die aktuelle Situation“

„Wir sprechen natürlich über die aktuelle Situation im Amateurfußball“, erklärt Manfred Schnieders. Aber wird es konkret auch um mögliche Szenarien für den Saison-Re-Start gehen, bei denen sich der Verband bisher immer auf die Politik-Entscheidungen verwiesen hatte? Vor allem jetzt, da mit Bremen der erste Fußballverband gehandelt hat, wird der Druck etwas zu tun, größer. „Ja, wir werden auch darüber sprechen, wie ein Re-Start aussehen könnte“, bestätigt der FLVW-Vizepräsident.

Genauso konkret wie in Bremen? „Klar, wir werden sowas durchsprechen, aber bei uns geht die Saison ja sowieso bis zum 30. Juni. Für die Saisonwertung brauchen wir nur 50 Prozent der Spiele, ich habe ein gutes Gefühl, dass das klappt“, so Schnieders, zumal bisher in etwa zwei Monaten im Schnitt schon über die Hälfte der Hinrunden-Serien gespielt worden sei.

Kreise sollen auf eine Linie gebracht werden

Aber – und das lässt sich aus Schnieders Aussagen raushören – es soll wohl vor allem um eines gehen: die Fußballkreise auf eine einheitliche Linie zu bringen. „Wir“, sagt Schnieders und wählt seine Worte mit Bedacht, „wollen nochmal sicher gehen, dass alle im Gleichschritt gehen.“ Heißt also: Wenn es um den Re-Start geht, will der FLVW verhindern, dass die Kreisligen anders entscheiden als die höheren Ligen.

Auf konkrete Entscheidungen müssen die Fußballfans aber noch warten: „Wir wissen nun mal nicht, wie es auf Politik-Ebene weitergeht, wir müssen uns da immer nach der aktuellen Situation richten, es weiß ja keiner, wie es weitergeht“, so Schnieders. Auch deshalb soll die anstehende Konferenz laut dem FLVW-Vizepräsidenten voraussichtlich erstmal die letzte in diesem Jahr sein.

Über die Autorin
Redakteurin
Jahrgang 1993, geboren und aufgewachsen in Dortmund. Liebt den Sport und die Emotionen dabei privat und beruflich, vor allem den Handball. Seit 2014 bei Lensingmedia - nach Praktikum, freier Mitarbeit und Volontariat jetzt Sportredakteurin.
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Nina Bargel

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