Für FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders (r.) und seine Kollegen gibt es trotz der Entscheidung über das Fußballjahr 2020 aktuell keine Pause. © imago images/Dünhölter SportPresseFoto
Amateurfußball

Nach Entscheidung des FLVW: Verband spielt mit Szenarien für die Saisonfortsetzung

Im Jahr 2020 wird es im FLVW keinen Amateurfußball mehr geben. Der Verband bleibt trotzdem entspannt und hat jetzt verraten, wann es die nächsten Entscheidungen geben wird.

Amateurfußball wird im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) im Jahr 2020 nicht mehr gespielt. Das hatte der FLVW am Mittwochmorgen (18. November) in einer Pressemitteilung verkündet, nachdem es am Abend zuvor eine Videokonferenz des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA) gegeben hatte.

Mit dabei waren neben dem VFA und dem Verbands-Jugend-Ausschuss (VJA) auch die Vorsitzenden der 29 Kreise im Verband. Widerstand habe es gegen den Vorschlag von VFA und VJA „überhaupt nicht“ gegeben, erzählt FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders. „Es gab noch die eine oder andere Rückfrage und dann war der Beschluss von allen akzeptiert.“

Auch im Dezember wird der Ball in Westfalen also nicht rollen. Aber wie geht es jetzt weiter? Wann fallen die nächsten Entscheidungen? Eine Pause gibt es für die Verantwortlichen um Schnieders trotz der gefällten Entscheidung auf keinen Fall. „Ich hatte einen Tag nach der Entscheidung schon wieder drei Videokonferenzen und unzählige Anrufe“, so der FLVW-Vizepräsident, „die Dinge ändern sich mittlerweile ja beinahe stündlich, weil immer wieder was Neues kommt.“

Manfred Schnieders: „So etwas hilft keinem weiter“

Bis zur nächsten Entscheidung des FLVW müssen sich die Fußballer jetzt mindestens bis zum 30. November gedulden. An diesem Tag endet die Gültigkeit der aktuellen Coronaschutzverordnung, eine aktualisierte Fassung wird in Kraft treten. „Die werden wir uns anschauen und dann entscheiden, wie es weitergeht“, so Schnieders, der gemeinsam mit seinen Kollegen auch schon einige Szenarien für den weiteren Saisonverlauf im Kopf hat.

Die Ideen behält der FLVW-Funktionär aber für sich. „Wenn wir jetzt etwas sagen, wird es Leute geben, die unsere Ideen toll finden und wieder andere, die alles für Schwachsinn halten. So etwas hilft keinem weiter“, erklärt Schnieders, der die Szenarien auch erst dann mit seinen Kollegen besprechen wird, sobald es neue richtungsweisende Aussagen von Seiten der Politik gibt.

Nachholspiele schon Anfang Januar?

Was seit dem 18. November dagegen ganz sicher feststeht: Das Ende der noch in diesem Jahr anstehenden Spieltage ist mit der Entscheidung des FLVW besiegelt, die Liste der nachzuholenden Spiele wird damit länger. Nervös macht Manfred Schnieders das aber nicht. „Da wir ja bis zum offiziellen Saisonende am 30. Juni noch relativ viel Zeit haben, bin ich nach wie vor immer noch recht entspannt, dass wir das hinbekommen, was wir für eine sportliche Qualifikation brauchen“, sagt Schnieders und spielt damit auf die Regelung an, dass das Abschließen der Hinrunde ausreicht, um die Saison zu werten.

Trotz aller Entspanntheit hatte der FLVW-Vizepräsident im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten schon vor der Videokonferenz des VFA angedeutet, dass Nachholspiele eventuell schon im Januar angesetzt werden könnten. Gleichzeitig werde der FLVW den Vereinen wieder eine Vorbereitungszeit von 14 Tagen garantieren.

Damit könnten vor dem eigentlich angedachten Saisonstart in 2021 schon einige Spiele nachgeholt werden. In der Oberliga Westfalen ist der erste Spieltag im neuen Jahr zwar schon für den 31. Januar angesetzt, die Westfalen- und Landesligen starten aber erst am 14. Februar, die Bezirksligen sogar erst am 28. Februar. Da gäbe es vorher also genug Zeit für Nachholspiele…

Über die Autorin
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Jahrgang 1993, geboren und aufgewachsen in Dortmund. Liebt den Sport und die Emotionen dabei privat und beruflich, vor allem den Handball. Seit 2014 bei Lensingmedia - nach Praktikum, freier Mitarbeit und Volontariat jetzt Sportredakteurin.
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Nina Bargel

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