Gleich mehrere Dortmunder Klubs können sich für ihre starken Leistungen wohl nicht belohnen. © Jens Lukas
Fußball

Kurskorrektur: Kreis Unna rudert beim Jugendtraining mit Corona-Tests zurück

April, April! Nein, es ist kein Scherz. Der Kreis Unna rudert zurück. War ein Jugendtraining Mittwoch nur mit negativem Corona-Test möglich - sieht das urplötzlich ganz anders aus.

Kurskorrektur beim Kreis Unna. Die Meldung Mitte der Woche, dass im Kreis Unna ein Jugendtraining nur noch mit negativem Corona-Test möglich ist, sorgte bei fast allen Fußballvereinen im Kreis für Aufregung. Und es war kein Aprilscherz. Jetzt rudert der Kreis Unna zurück – auch auf Druck der Öffentlichkeit.

Der Reihe nach: Auf Anfrage der Sportredaktion am Mittwoch, wie bei einem Inzidenzwert von über 100 künftig das Jugendtraining der bis 14-Jährigen in Gruppen abläuft, gab es folgende Antwort: „Sport für Kinder bis 14 Jahre ist weiter möglich – allerdings ist auch hier ein negativer tagesaktueller Schnelltest nötig. Liegt der vor, dürfen bis zu 20 Kinder zuzüglich bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen zusammen Sport treiben.“

Neue Trainingsregel sorgt bei Eltern und Vereinen für Aufregung

Kreis-Pressesprecherin Birgit Kalle erklärt am Donnerstag nochmals: „Das war unserer Stand. Wir haben dafür eigens nochmal Rücksprache mit der Regierungsbehörde in Arnsberg gehalten.“

Ergo: Ab sofort war nur noch ein Training mit negativem Corona-Test möglich, was bei fast allen Vereinen zwischen Selm und Schwerte für Aufregung sorgte. Die Handys standen nicht still: Eltern sprachen mit Trainern, Trainer mit Vorständen und die wiederum mit den Sportämtern. Geplante Trainingseinheiten wurden abgesagt, was fast überall auf Unverständnis traf. Die Aufregung war groß.

Gleich mehrere Sportämter stellten Anfragen an den Kreis Unna, wie die neue Regelung auszulegen sei. „Wir haben gesehen, dass eine komplizierte Rechtslage besteht und haben daraufhin nochmals eine Anfrage an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziale gestellt“, so Kalle weiter. „Dort gibt es eine Stelle, die sich speziell mit komplizierten Rechtsfragen zur Pandemiebewältigung beschäftigt.“

Corona-Test ist bei Trainingsgruppen bis 20 Kindern notwendig

Am Donnerstagmittag folgte dann die Kurskorrektur: „Vereine, die Training mit bis zu 10 Kindern oder Jugendlichen (bis 14 Jahre) ohne Tests durchführen möchten, können dies tun – und zwar mit bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen.“ Es dürfen auch Gruppen bis 20 Kinder zusammen trainieren, nur muss in diesem Fall ein tagesaktueller negativer Corona-Test aller vorliegen. Nach wie vor gilt die Testpflicht erst ab dem Schulalter, jüngere Kinder benötigen diesen nicht.

Und weiter: Der Test darf nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Ein zu Hause ausgeführter Selbsttest ist nicht ausreichend. Es muss sich um einen bestätigten Schnell- oder Selbsttest einer offiziellen Teststelle handeln.

Diese Information hätten sich die Sportvereine zweifelsohne gerne einen Tag früher gewünscht. „Wir haben die Verwirrung zum Anlass genommen, nochmals vom Land eine Auskunft zu erhalten“, bittet Birgit Kalle um Verständnis, dass das nicht schon tags zuvor passiert ist. „Hier läuft vieles parallel. Wir haben versucht, alle Hebel in Bewegung zu setzen.“

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Thorsten Teimann

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