Kontaktsport in der Halle ist frühestens wieder ab dem 5. April erlaubt, wenn es der Inzidenzwert zulässt. © dpa
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Kreis Hellweg äußert sich zu den Lockerungen: „Kontaktfreies Training ist nicht das Wahre“

Die beschlossenen Lockerungen von Bund und Ländern geben auch den Hallensportlern wieder eine Perspektive. Kann der Handballspielbetrieb wieder hochfahren? Alles hängt jetzt vom Inzidenzwert ab.

Die Handballer im Kreis Hellweg sollen ab Mai in einen alternativen Spielbetrieb starten. Einige Teams wollen es in dieser Saison noch einmal wissen und stellen sich der Herausforderung in einer Aufstiegsrunde. Zahlreiche Klubs wollen in Spaßwettbewerben noch ein wenig Spielpraxis erlangen.

Ob dieser Spielbetrieb überhaupt stattfinden kann, hängt jetzt von den Corona-Zahlen ab. Diese müssen stark sinken, damit sich die Mannschaften im Vorfeld mindestens vier Wochen über Trainingseinheiten auf den Spielbetrieb vorbereiten können.

Carsten Umbescheidt: „Auf ein paar Tage kommt es jetzt nicht an“

Der Handballkreis Hellweg um den Vorsitzenden Carsten Umbescheidt legte sich bereits Mitte Februar auf ein Datum fest, ab dem spätestens wieder trainiert werden müsse: Stichtag ist der 1. April. „Andernfalls werden wir den geplanten Spielbetrieb wieder absagen“, sagte Umbescheidt damals.

Laut der jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern ist Kontaktsport in Hallen jedoch frühestens ab dem 5. April möglich – und auch nur dann, wenn es der Inzidenzwert im Land NRW zulässt. Die magische Höchstgrenze liegt bei 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Dieser Wert muss mindestens 14 Tage lang unterschritten sein. Derzeit liegt das Land NRW bei einem I-Wert von 65,9 – Tendenz: leicht steigend.

Carsten Umbescheidt, Vorsitzender des Handballkreises Hellweg, führte als Moderator durch die Videokonferenz mit den Vereinsvertretern. © Handballkreis Hellweg © Handballkreis Hellweg

„Auf ein paar Tage kommt es jetzt nicht an“, rudert Umbescheidt nun zurück. Der Handballkreis Hellweg hält weiter an seinem mühevoll erarbeiteten Spielbetrieb, bei dessen Konzeption auch sämtliche Vereine im Handballkreis einbezogen waren, fest. Er betont zudem, wie wichtig es sei, Aufsteiger zu ermitteln: „Der DHB will unbedingt Aufsteiger haben in dieser Saison. Da hängen dann auch die einzelnen Verbände mit drin und dementsprechend auch die Kreise.“

„ …dann können sich die Kinder auch draußen treffen!“

Und wie kam das Beschlusspapier bei Umbescheidt und Co. an? „Wir vom Handballkreis haben wegen der immer noch hohen Corona-Zahlen ehrlich gesagt nicht mit viel mehr Lockerungen gerechnet“, sagt er zu den Beschlüssen, die seit dem 8. März gelten.

Kontaktfreies Training in der Halle wäre ab dem 22. März schon wieder möglich. Ebenfalls unter der Prämisse, dass der I-Wert in NRW unter 50 liegt. Liegt der Wert zwischen 50 und 100 ist dafür ein tagesaktueller, negativer Schnelltest der Sportler erforderlich. „Kontaktfreies Training in der Halle ist aber nicht wirklich das Wahre. Dann können sich die Kinder auch draußen treffen. Das müssen wir aber noch mit den Vereinsvertretern absprechen“, sagt Umbescheidt.

Handballkreis berät sich in der kommenden Woche

Erleichtert ist Umbescheidt aber zumindest darüber, dass der landesweite Inzidenzwert für die Lockerungen herangezogen wird. Er war zunächst davon ausgegangen, dass der I-Wert der einzelnen Kreise von Bedeutung sein würde. „Der Handballkreis Hellweg umfasst vier politische Kreise. Das hätte zu Problemen geführt. In Unna liegt der I-Wert knapp über 50, in Hamm aber noch über 100. Dass der I-Wert auf Landesebene herangezogen wird, ist sehr gut.“ Das mache vieles einfacher, so Umbescheidt.

In Sachen Schnelltests konnte Umbescheidt noch nicht allzu viel sagen. „Da müssen wir einfach gucken, wie teuer das am Ende ist und ob die Vereine das dann umsetzen können. Was das angeht, haben wir zurzeit noch zu viele Fragezeichen.“ Genaue Details will der Handballkreis bei seiner nächsten Zusammenkunft am kommenden Montag, 15. März, klären.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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