Der PSV Bork feierte einen Kantersieg über den SuS Kaiserau III. © Henkel
Fußball

Kantersieg trotz Chancenwuchers: PSV Bork feiert Doppel- und Vierfach-Torschützen

Der PSV Bork besiegt den SuS Kaiserau III deutlich und das, obwohl der PSV viele gute Chancen noch liegen lässt. Treffsicher zeigten sich immerhin zwei Spieler des PSV.

Ein wenig lag in der Luft, dass sich der Chancenwucher rächen würde. Was der PSV Bork sich gegen den SuS Kaiserau III an Möglichkeiten erspielte, war aller Ehren wert. Was der Fußball-B-Ligist für Chancen gegen die Gäste dafür aber ausließ, war mehr als fahrlässig – trotz des deutlichen 6:1 (1:0)-Sieges.

Allein im ersten Durchgang hatte der PSV Chancen, sich einen beruhigenden Vorsprung zu erspielen. Zwar ging es direkt gut los: Christian Voßschmidt drückte eine präzise Hereingabe von Baravan Kheri Kuri zur 1:0-Führung über die Linie (9. Minute). Danach aber ließ der PSV reihenweise Hochkaräter liegen, sodass der Treffer das einzige Tor des ersten Durchgangs war.

PSV Bork profitiert von Roter Karte gegen SuS Kaiserau

„Normalerweise müssen wir neun Tore machen, daher war ich in der Halbzeit auch etwas stinkig“, sagte Sanmi Ojo nach dem Spiel. Nach dem Seitenwechsel stellte der Spielertrainer etwas um. Bork profitierte aber auch davon, einen Mann mehr auf dem Feld zu haben, nachdem der SuS kurz vor dem Ende der ersten Hälfte sich durch eine strittige Rote Karte wegen einer Notbremse selbst dezimierte (44.).

Nach der Pause wurde Kaiserau etwas stärker. Es wirkte so, dass dem PSV die fehlende Konsequenz im Torabschluss zum Verhängnis werden könnte. Dass das Spiel dann aber doch wieder in Richtung der Borker kippte, lag daran, dass der PSV dann doch sein zweites Tor erzielte. Kheri Kuri legte den Ball zu Voßschmidt ab, der den besser postierten Niklas Barnfeld sah, der den Ball im SuS-Tor versenkte (56.).

Christian Voßschmidt war gleich als vierfacher Torschütze erfolgreich.
Christian Voßschmidt war gleich als vierfacher Torschütze erfolgreich. © Henkel © Henkel

Kurz darauf ließ der PSV wieder zwei gute Möglichkeiten liegen, ehe Barnfeld mit seinem zweiten Tor die wildeste Phase des Spiels einläutete. Nach einer Ecke bugsierte Barnfeld aus dem Gewühl über die Linie (70.). Allerdings stellte Kaiserau nur drei Minuten den alten Abstand wieder her – nur noch 3:1 aus PSV-Sicht. Die Freude aus Kaiserauer Sicht hielt aber nur wenige Sekunden. Im direkten Gegenzug schickte Ojo Voßschmidt vom Anstoß weg auf die Reise. Der Stürmer umkurvte den SuS-Keeper und schob zum 4:1 ein (74.).

„Das Gegentor regt mich sehr, sehr auf“, ärgerte sich Ojo auch nach dem Spiel noch. Allerdings schien nach dem Treffer der PSV noch einmal richtig aufgewacht zu sein. Im Anschluss rollte Angriffswelle um Angriffswelle auf das SuS-Tor. Dass nur noch Voßschmidt zwei Mal traf (78./85.), war eigentlich zu wenig, weil der PSV wieder zu viele Chancen liegenließ, bei zwei Lattentreffern aber auch Pech hatte.

Es warten stärkere Gegner auf den PSV Bork

„Die Chancenverwertung war eine Katastrophe, normalweise müssen wir das Spiel zweistellig gewinnen“, kommentierte Ojo, der aber glücklich darüber war, wie viel Engagement der PSV im Spiel nach vorne zeigte.

Insgesamt sind die Borker mit sechs von neun Punkten ordentlich aus den Startlöchern gekommen. „Das Minimalziel haben wir erreicht“, sagte Ojo, der aber schon den Blick nach vorne richtete: „Es kommen jetzt drei Gegner, die eine andere Hausnummer sind, als die ersten drei.“ Dann wird sich der PSV Bork keinen so großen Chancenwucher erlauben können. „Es gibt noch Dinge, an denen wir arbeiten müssen“, meinte Ojo. „Wir müssen noch eine Schippe drauflegen.“

PSV Bork: Hamelmann – Willmann (57. Rosengart), Bauer, Ojo, Kheri Kuri (60. Serges), Voßschmidt, Onweni (46. Kayaalp), Zinter, Helmig, Tappe, Barnfeld

Tore: 1:0 Voßschmidt (9.), 2:0 Barnfeld (56.), 3:0 Barnfeld (70.), 3:1 Parfenov (73.), 4:1 Voßschmidt (74.), 5:1 Voßschmidt (78.), 6:1 Voßschmidt (85.)

Bes Vork.: Rote Karte gegen SuS Kaiserau (44.)

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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