Darf der münstersche Klub Westfalia Kinderhaus (weißes Trikot) Teams aus anderen Städten zum Testspiel begrüßen? © Schürmann
Fußball

In Münster darf ab jetzt gespielt werden: Dürfen auch Teams aus anderen Städten kommen?

In Münster liegt der Inzidenzwert jetzt schon den sechsten Werktag in Serie unter 50. Deshalb dürfen Testspiele im Freien stattfinden. Aber dürfen auch Teams aus anderen Städte kommen?

Münster hat am Freitag, 20. Mai, mit 17,8 die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz in ganz Nordrhein-Westfalen. Und das schon seit mehr als eine Woche. Deshalb lassen es die die Corona-Verfügungen zu, dass ab Freitag im Freien mit einer unbegrenzten Anzahl an Personen trainiert werden darf. Auch Testspiele dürfen deshalb auf münsterschem Boden angepfiffen werden.

Aber müssen die münsterschen Klubs unter sich bleiben? Oder dürfen die münsterschen Klubs nur gegen Mannschaften spielen, die aus Städten oder Kreisen kommen, bei denen auch die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50 liegt? Die Stadt Münster klärt auf.

„Ausschlaggebend für diese Lockerung ist, dass der Inzidenzwert in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50 liegen muss. Dabei ist es nach dem Wortlaut der Vorschrift ohne Belang, ob Teams oder Spieler aus Kreisen oder kreisfreien Städten stammen, die einen höheren Inzidenzwert haben. Allerdings gelten die Lockerungen, auch die aus § 9 Absatz 6, nicht in den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW mit einer Inzidenz über 50. Hier dürfen keine Testspiele ausgeführt werden“, schreibt die Stadt Münster an unsere Redaktion.

Übersetzt: Teams aus Dortmund, aus dem Kreis Recklinghausen oder aus dem Kreis Unna zum Beispiel dürfen Testspiele gegen münstersche Teams absolvieren. Aber nur in Münster. Die Stadt schreibt aber auch: „Um die Inzidenz aber auch in Zukunft niedrig zu halten, ist natürlich nicht gewollt, dass eine Art „Sporttourismus“ entsteht.“

Und die Mögliochkeit in Münster zu spielen, eröffnet plötzlich ganz neue Möglichkeiten für Vereine aus Regionen, in den der Inzidenzwert noch höher ist. So sagt zum Beispiel Ajan Dzaferoski, Boss des Dortmunder Westfalenligisten TuS Bövinghausen: „Wir würden gerne zeitnah dann ein Testspiel in Münster absolvieren. Die Spieler müssten sich natürlich erstmal fit machen, aber ich weiß, dass meine Jungs heiß darauf sind, wieder auf dem Platz zustehen und zu spielen.“

In Dortmund (Inzidenz am Freitag von 78,5) sind die Vereine zum Beispiel noch ganz weit entfernt davon, wieder auf dem Platz unter im Vollkontakt zu trainieren oder zu spielen. Aktuell dürfen nur zwei Personen zusammen individuell trainieren. Liegt die Inzidenz an fünf Tagen am Stück unter 50, dürfen die Erwachsenen wieder mit 20 Personen zusammen kontaktfrei trainieren.

Hier die NRW-Regeln:

Inzidenz höher als 100

  • Erwachsene: Maximal mit dem eigenen Hausstand oder zu zweit
  • Kinder: Gruppen bis zu fünf Teilnehmer/innen
  • Zuschauer: Nicht erlaubt

Inzidenz stabil zwischen 50 und 100

  • Erwachsene: Kontaktfrei draußen bis zu 20 Personen, Kontaktsport bis zu fünf Personen mit maximal zwei Hausständen
  • Kinder: Kontaktsport draußen bis 14 Jahre in 20er-Gruppen
  • Zuschauer: Bis 20 Prozent Auslastung im Freien, maximal 500 Personen, Testvorlage und Sitzplan ist Pflicht

Inzidenz stabil niedriger als 50

  • Erwachsene: Sport im Freien ohne Beschränkung, Hallensport/Fitnessstudios mit Test mit zehn Personen aus maximal drei Haushalten
  • Kinder: Sport im Freien erlaubt, Hallensport mit zehn Personen mit Test aus maximal drei Haushalten
  • Zuschauer: Zuschauer im Freien ohne Test bis maximal 20 Prozent Auslastung oder 500 Personen, Zuschauer drinnen mit Sitzplan und Test bis 20 Prozent Auslastung oder maximal 250 Personen
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Sportredaktion Dortmund
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Thomas Schulzke

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