Der DOSB wurde angeblich Opfer eines Hackerangriffs, hieß es zuletzt in einer Mail, die an die Vereinsbasis verschickt wurde. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Betrugsmasche

Hackerangriff auf die IT-Systeme des DOSB? Vereine wurden gewarnt

Nach einem angeblichen Hackerangriff wurden Vereine vor einer Betrugsmasche gewarnt. Der Deutsche Olympische Sportbund konnte nun Entwarnung geben, eine Gefahr für die Vereine bleibt aber.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wurde Opfer eines Hackerangriffes – so lautete zumindest eine Nachricht, die in der vergangenen Woche an alle Vereine verschickt werden sollte. Ganz richtig war das letztendlich doch nicht, dennoch sollten Sportvereine auf der Hut sein – die Täter griffen eines der derzeit wichtigsten Thema für die Vereine auf, um sie in die Falle zu locken.

In der Folge des angeblichen Angriffs seien Mails an Sportvereine verschickt worden. Vor genau diesen perfiden Mails wurde nun gewarnt. Die Mails beinhalten Links für die Antragstellung der Corona-Soforthilfen.

Die Nachrichten seien „unter Vorspielung falscher Tatsachen und im Namen des DOSB“ verschickt worden, heißt es in der Mail, die alle Vereine bekommen sollten.

Vereine wurden von einer DOSB-Mail-Adresse aus dem Ausland angeschrieben

Verschickt wurden die heimtückischen Mails allem Anschein nach von der offiziellen Mailadresse „office@dosb.de“. Dass Mails von der Adresse verschickt wurden, bestätigt Michael Schirp, Ressortleiter Medien/Öffentlichkeitsarbeit des DOSB, auf Nachfrage.

Die IT habe mittlerweile die Fake-E-Mails geprüft und könne aber Entwarnung geben. Die IT-Systeme des DOSB seien nicht, wie es in der ersten Nachricht an die Vereine hieß, gehackt oder angegriffen worden.

Bei den verschickten Mails habe es sich um sogenannte „Phishing-Mails“, mit denen meist versucht wird, an sensible Daten von Personen oder Organisationen zu kommen, gehandelt. Diese seien von einem Server im europäischen Ausland verschickt worden.

„Dabei wurden bestehende DOSB-Mailadressen missbraucht und gefälschte Informationen mit dem Ziel verteilt, über Mailanhänge und mögliche ‚Trojaner‘ an Daten der Mailempfänger zu kommen“, erklärt Michael Schirp.

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Pascal Albert

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