Jahreshauptversammlungen dürfen wieder stattfinden. © picture alliance / dpa
Stadtsportverband Werne

Formfehler: Wahl im Stadtsportverband Werne war für ein Jahr nicht gültig

Ein kleines Detail in den Formalien sorgte wohl dafür, dass der Stadtsportverband Werne eine Wahl von 2020 in diesem Jahr wiederholen musste. Es fehlten nur wenige Buchstaben.

Das gibt es nicht alle Tage auf einer Mitgliederversammlung: Wegen eines Formfehlers, der über ein Jahr zurückliegt, musste die Wahl für einen Posten im Stadtsportverband Werne wiederholt werden.

Vor einem Jahr übernahm Markus Schnatmann die Funktion als neuer Geschäftsführer im Stadtsportverband Werne. Der aktive Sportabzeichenprüfer sollte die Stadt- und Schulmeisterschaften koordinieren und das Bindeglied zwischen Vorstand und Geschäftsstelle werden, wie er in einem Interview im Oktober 2020 nach seiner Wahl verriet.

Vernetzt ist Schnatmann, der bei Grün-Schwarz Cappenberg Trainer ist, gut: Er spielte Fußball beim Werner SC, besucht regelmäßig Spiele der LippeBaskets. Seine Frau ist Volleyballvorsitzende des TV Werne. Zum Schläger in der Padelbase Werne greift er auch regelmäßig. „Alles, wo ich mich gut auspowern kann, ist perfekt. Hauptsache viel Aktion und Wettkampf“, erzählte Schnatmann.

Markus Schnatmann ist überall im Werner Sport dabei – hier beim Paddel-Tennis. © Jürgen Weitzel © Jürgen Weitzel

Wahl von Geschäftsführer Markus Schnatmann war ungültig

Doch wie sich ein Jahr später herausstellte, war die Abstimmung damals ungültig. Die Wahl zum Geschäftsführer sei nicht anerkannt worden, erklärte Jürgen Zielonka, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Werne, am Montag auf der Mitgliederversammlung. Was war passiert?

Für eine Wahl reichen nicht nur das Heben von Händen, die Abgabe von Stimmzetteln und eine Mehrheit. Es gibt zusätzlich jede Menge Formalien einzuhalten, damit die Abstimmung auch Anerkennung findet. Eine einzige fehlte allerdings. Wie Jürgen Zielonka erklärte, lag es an einem Detail: „Bei der Einladung zur Mitgliederversammlung ist es erforderlich, dass Vorstände zwei Unterschriften leisten. Das ist uns durchgegangen“, sagte der 63-Jährige.

Amtsgericht verweigert Anerkennung der Wahl

Die Folge: Die Rechtspflege beim Amtsgericht bemängelte das Versäumnis als nicht ausreichend für die Anerkennung. Und so mussten die Vereinsvertreter am Montag erneut einen Geschäftsführer wählen. Schnatmann, der jetzt offiziell für ein Jahr im Amt ist, nahm die Panne gelassen. An seiner Tätigkeit ändert sich nämlich nichts.

Was zusätzlich zu dem Ganzen kurios war: Weil die Technik bei der Mitgliederversammlung kurz ausfiel und die Präsentationsfolien mit den zu wählenden Posten nicht mehr sichtbar war, hätte die Versammlung fast vergessen, einen neuen Kassenprüfer zu wählen – hätte Ute Schöler vom BRS Werne nicht darauf hingewiesen.

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Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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Sebastian Reith

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