Wie geht es mit dem Amateurfußball nach dem neuerlichen Lockdown weiter? © Jens Lukas
Amateurfußball

FLVW schließt erstmals aus, dass eine Amateurfußball-Liga komplett zu Ende gespielt wird

Die Bund-Länder-Runde hat den Lockdown bundesweit erneut verlängert - bis zum 14. Februar. Was bedeutet diese Nachricht für den Amateurfußball? Der FLVW liefert weitere Antworten.

Die Nachricht ist schon am Dienstagnachmittag durchgesickert. Die Bund-Länder-Runde um Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten hat den Lockdown verlängert. Zunächst bis zum 14. Februar, um die Zahlen weiter zu senken. Wie es danach weitergehen wird, hängt ausschließlich von den Corona-Zahlen ab. Was bedeutet all das für den Amateurfußball, der weiter pausieren muss? Wir haben beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) nachgefragt.

Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball beim FLVW, verfolgt die aktuellen Entwicklungen natürlich auch weiterhin. Auf die Frage hin, ob er sich vorstellen könne, dass irgendeine Liga nicht komplett zu Ende gespielt werden könne, antwortete er deutlich. „Das hängt natürlich von den Staffelgrößen ab. Wir haben kleine aber auch ganz große Staffeln wie die 21er-Staffel in der Oberliga. Da halte ich es übrigens für ausgeschlossen, dass wir die komplette Serie hinbekommen“, sagt Schnieders.

Heißt konkret: Der FLVW wird nun alles daran setzen, zumindest die 50 Prozent aller Spiele in der Oberliga (aber auch in den anderen Ligen) über die Bühne zu bringen. Dann könne die Saison nämlich gewertet werden.

Lockdown verschiebt den Trainingsstart

Um wieder Fußball zu spielen, müssen die Kicker aber erst einmal auf den Trainingsplatz. Der neuerliche Lockdown verschiebt den Trainingsstart weiterhin nach hinten. Im Februar scheint eine Rückkehr auf den Sportplatz für Trainingszwecke höchst unwahrscheinlich. „Wenn wir im März trainieren könnten, dann könnte im April vielleicht wieder gespielt werden. Wir hoffen einfach, dass die Zahlen jetzt heruntergehen“, so der FLVW-Vizepräsident. Sofern es absehbar sei, dass die Fußballer wieder zurück auf die Plätze dürfen, wolle der FLVW Kontakt zu den Vereinen suchen und sich austauschen.

In den Gesprächen wird es aber wohl nicht nur um den Ligenbetrieb gehen, sondern auch um einen Pokalwettbewerb – genau genommen den Westfalenpokal. Der habe aktuell nämlich Priorität beim FLVW, weil schon am 29. Mai der Finaltag der Amateure stattfindet. Der Gewinner des Westfalenpokals qualifiziert sich nämlich für den DFB-Pokal. „Der Wettbewerb bringt den Vereinen ja auch Geld“, sagt Schnieders. Daher sei es durchaus denkbar, dass an Sonntagen zunächst auch der Westfalenpokal gespielt werde und einige Liga-Nachholspiele.

All das sei aber noch hypothetisch. „Wir müssen schauen, wie eng es am Ende auch mit dem Spielplan wird“, sagt Schnieders.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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