Ein Spieler der SG Selm war vom Pech verfolgt. © Patrick Fleckmann
Fußball

Fast zwei Jahre nach Kreuzbandriss: Spieler der SG Selm ist „sehr genervt“

Ein Spieler der SG Selm war zuletzt vom Pech verfolgt. Erst war er schwer verletzt, dann verhinderte die Pandemie ein richtiges Comeback. Der Spieler kann es kaum erwarten, wieder Fußball zu spielen.

Die Zwangspause im Fußball ist lang. Und sie wird auch noch einige Zeit weitergehen. Vor August wird der Ball im Meisterschaftsbetrieb wohl nicht rollen. Für einen Spieler der SG Selm ist das besonders ärgerlich, denn dann wird er mit einer minimalen Ausnahme seit fast zwei Jahren nicht mehr für den A-Ligisten aufgelaufen sein.

Denn Daniel Ulrich kommt auf lediglich zwei Kurzeinsätze in dieser Saison. Ein Spiel über 25, ein zweites über 30 Minuten, das war‘s. Im August 2019 riss sich Ulrich das Kreuzband und kämpft seitdem fast permanent für seine Rückkehr auf den Platz.

Lockdown und Annullierung verhindern Comeback

Langsam wären die Einsätze wohl mehr geworden. Das verhinderten erst der Lockdown und später die Annullierung der Saison. „Ich habe auf mein Comeback gewartet“, so Ulrich. „Erst habe ich auf der Ersatzbank gesessen, hatte dann zwei Einsätze und wieder richtig Lust auf Fußball.“ Und dann war es vorbei. „Ich bin sehr genervt“, ärgert sich Ulrich.

Daniel Ulrich war lange zum Zuschauen verdammt.
Daniel Ulrich war lange zum Zuschauen verdammt. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Besonders tragisch an seinem Fall ist, dass auch der Meniskus Schaden nahm. Eine Schwellung im Knie verzögerte dann seine Operation. Mittlerweile hat Ulrich die Physiotherapie hinter sich gebraucht und kann wieder laufen gehen. Fußball wird er wohl wieder spielen, wenn es auch Unsicherheiten gibt. „Wie es mit dem Kicken aussieht, weiß ich nicht, das sind ja ganz andere Bewegungen als beim Laufen“, so Ulrich.

Trotzdem kann er es kaum abwarten, bis er wieder vor das runde Leder tritt. Nur eine Sache vermisst er in dieser Beziehung noch mehr. „Neben dem Training fehlt mir, Spaß mit meiner Mannschaft zu haben.“

Daniel Ulrich erkennt bei der SG Selm Potenzial

Bis zur neuen Saison ist etwas hin. Und da auch die anderen Mannschaften dann seit über einem Jahr kein Pflichtspiel bestritten haben werden, findet es Ulrich, der im Außendienst arbeitet, es schwierig, eine Saisonprognose abzugeben. „Wo wir landen, kann ich nicht genau sagen“, meint er. „Aber wir haben wie in dieser Saison wieder Potenzial“, zumal sich die SG Selm ja ordentlich verstärkt habe.

Für Ulrich zählt aber auch, dass er selbst endlich wieder häufiger mitwirken kann, das ordnet der Stürmer seinen Zielen, wie einer Tormarke, unter. „Ich bin jetzt vielleicht bei 60 Prozent“, sagt Daniel Ulrich. „Ich will aber auf jeden Fall möglichst bald wieder auf 100 kommen.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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