Gleich mehrere Spieler verließen im Sommer den GSC-Sportpark. © Jura Weitzel
Fußball

Ex-Spieler von GS Cappenberg: „Anders ausgemalt“, aber Kampfansage an die Liga

GS Cappenberg musste im Sommer einige Abgänge hinnehmen. Einer von ihnen wechselte, um sich höheren Zielen zu widmen. Bislang klappt das nicht. Dennoch zeigt sich der Spieler kämpferisch.

Mit sieben Abgängen in der vergangenen Saison musste die Herrenmannschaft des Fußball-A-Ligisten Grün-Schwarz Cappenberg einen beträchtlichen Aderlass hinnehmen. Zugute kam dieser unter anderem dem VfB Lünen, ebenfalls A-Ligist, allerdings in der Dortmunder Liga.

Nach einjährigen Spiel-Abstinenz schnürt Max Hane (27) nun seine Schuhe für den VfB. Aus beruflichen Gründen war der Student ohnehin schon seit einiger Zeit nicht mehr für seinen ehemaligen Verein aufgelaufen. Die Motivation, sich einen neuen Verein zu suchen, war vor allem von persönlicher Natur. „Die Entscheidung, GSC zu verlassen, stand schon länger im Raum, ich wollte gerne fußballerisch nochmal andere Vereine ausprobieren.“

Ambitionen des VfB Lünen liegen höher als die von GS Cappenberg

Mit dem VfB Lünen hat Hane nun auch einen Verein gefunden, dessen Ambitionen höher liegen als die von GSC. Der Klub spielt regelmäßig in der Top drei der Dortmunder Kreisliga A mit und hat diese Saison den Aufstieg in die Bezirksliga als Maxime ausgegeben. „Der Reiz, sich noch einmal gegen bessere Spieler durchzusetzen, war schon sehr groß“, antwortet der 27-Jährige auf Nachfrage.

Doch nicht nur das Spielerische kann Reiz zu wechseln sein. Ex-Mitspieler Sina Habibvand sprach im Interview mit uns darüber, dass Prämien und Aufwandsentschädigungen ein Faktor sein können, warum Spieler GSC verlassen. „Für mich spielt Geld im Fußball erstmal keine Rolle“, entgegnet Max Hane auf die Frage, wie stark er davon beeinflusst wurde. „Die Kreisliga A oder auch die Bezirksliga gehören für mich noch zum Hobby.“

Doch auch das Hobby kann einem einiges abfordern. Hane gibt zu, dass es anfangs nicht leicht gewesen sei, sich durchzusetzen. „Ich bin aus einer einjährigen Pause gekommen, da war es erstmal schwierig, wieder reinzukommen.“ Doch zuletzt seien die Spiele für ihn immer besser gelaufen, was sich auch in seinen Einsatzzeiten widerspiegelte. „Qualitativ hat sich der Wechsel auf jeden Fall gelohnt, aber ich hoffe, in Zukunft natürlich noch mehr spielen zu können. Die Pause kam jetzt sehr ungelegen.“

Ein Kantersieg und abgebrochenes Spiel gegen Osmanlispor

Im Gegensatz zu der immer besser laufenden Saison des 27-Jährigen verlief die Saison des VfB insgesamt eher holperig. Bis auf einen 13:1-Kantersieg gegen den VfR Kirchlinde II gab es nur einen Sieg gegen Osmanlispor Dortmund – aufgrund eines Spielabbruchs, der zu Gunsten des VfB gewertet wurde. Derzeit liegt der VfB lediglich auch dem zwölften Platz – nur zwei Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt.

Dass die Saison noch nicht glatt lief, erklärt sich der Neuzugang dadurch, dass sich die Mannschaft noch finden müsse. „Der Prozess verlief doch länger als gedacht und wir waren auch überrascht von dem schlechten Tabellenplatz, auf dem wir stehen“, gibt Hane zu Protokoll. „Wir haben uns das auch anders ausgemalt.“

Die Chancen, den Aufstieg aber doch noch sichern zu können, sieht Hane realistisch. „Erstmal müssen wir gucken, wie es mit Corona weitergeht. Niemand weiß, wie Saison laufen wird.“

Sollte die Saison aber doch zu Ende gespielt werden und nicht nach der Hinrunde beendet werden, „dann gilt es, nicht den Anschluss nach oben zu verlieren und mit Vollgas die ersten Spiele zu gewinnen.“ Nach Einschätzung des Spielers ist die Spitzenposition schon vergeben: „Ich denke nicht, dass die SG Gahmen den ersten Platz noch hergeben wird. Aber der zweite Platz ist noch offen und den gilt es dann zu belegen.“

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