Amateurfußball

Entscheidung getroffen: Der erste Amateurfußballverband bricht die Saison ab

Die Entscheidung ist gefallen: Wegen der weiterhin komplizierten Corona-Lage hat der erste Amateurfußballverband entschieden, seine Spielzeit komplett abzubrechen.
Der erste Fußballverband möchte seine Kicker schon im März wieder trainieren lassen. © Timo Janisch

Die ersten Amateurfußballer des Landes können sich auf eine längere Sommerpause einstellen. Ein Fußballverband hat wegen der anhaltenden Corona-Pandemie beschlossen, die bereits unterbrochene Saison komplett abzubrechen. Für diese Entscheidung votierte auch ein Großteil der Vereine des Verband.

Der Hamburger Fußballverband (HFV) macht den Auftakt und hat den Spielbetrieb der aktuell unterbrochenen Spielzeit 2020/21 nun komplett abgebrochen. Darüber berichtet der NDR auf seiner Homepage. Die Entscheidung der Hamburger Amateurfußballklubs war dabei eindeutig.

91,4 Prozent der Teilnehmer stimmten am Donnerstag beim Online-Verbandstag für den Saisonabbruch. „Die Klubs stimmten für die Beschlussvorlage, nach der „die Mannschaften der Spielbetriebe der Herren- und Frauenmannschaften zum Spieljahr 2021/2022 in die gleichen Spielklassen wie im Spieljahr 2020/2021 eingeteilt“ werden. Auf- und Absteiger wird es nicht geben“, schreibt der NDR auf seiner Seite.

Noch unklar ist dagegen, wie mit den Pokalwettbewerben in Hamburg verfahren wird. Nach Möglichkeit wolle der Verband diese noch sportlich entscheiden. Betroffen sind die Männer, Frauen, A-Junioren, B-Mädchen und die Reserve-Mannschaften. Nötig ist dies auch, weil der HFV noch einen Hamburger Teilnehmer für den DFB-Pokal sucht.

Der HFV teilt auf seiner Homepage mit, dass die spielleitenden Ausschüsse des Verbands einen Stufenplan bereits für die künftige Spielzeit 2021/2022 vorgelegt haben. „Außerdem wurde versichert, falls es aus Zeitgründen wieder dazu kommt, dass nur eine Hinrunde und dann eine Meister- und Abstiegsrunde gespielt wird, die Punkte aus der Hinrunde mitgenommen werden“, so der Verband.

Hamburgs Nachbarverband – der Niedersächsische Fußballverband – will die Saison hingegen fortsetzen. Der NFV begrüßt sogar die aktuellen Corona-Beschlüsse. „Unser Ziel war und ist, die Saison in allen Altersklassen sportlich zu beenden. Durch die gestern verfassten Beschlüsse besteht Hoffnung und Zuversicht, dieses Ziel erreichen zu können“, wird NFV-Präsident Günter Distelrath zitiert.

Vor allem die Tatsache, dass bei einem Inzidenzwert von unter 100 bereits ab dem 8. März Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren in einer Gruppenstärke von maximal 20 Personen im Außenbereich wieder zusammen Sport treiben dürfen, sei laut Distelrath erfreulich.

„Auch im Erwachsenenfußball gebe es dank des Stufenplans Perspektiven. Um Zeit zu gewinnen, beschloss der Verbandsvorstand, in den Spielklassen, in denen es notwendig ist, eine Saisonverlängerung über den 30. Juni hinaus bis maximal an den Beginn der Sommerferien (21. Juli) zuzulassen“, schreibt der NDR weiter.

Weiter Unklarheit herrscht dagegen beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW), zu dem die heimischen Vertreter zählen. Zwar begrüßt auch der FLVW mögliche Lockerungen, hält sich aber noch zurück. „Ich denke grundsätzlich erstmal positiv“, sagte Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball beim FLVW am Donnerstag auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. Wenn es schrittweise Lockerungen gäbe, wäre das „der richtige Weg“, erklärte er, schob aber gleich hinterher: „Wir müssen erstmal schauen, wie die konkrete Umsetzung im Land NRW aussieht.“

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