Trainer Sanmi Ojo freut sich über die Verlängerung einer seiner erfahrenen Kräfte beim PSV Bork. © Jura Weitzel
Fußball

Ein weiteres Jahr beim PSV Bork: „Sportlich nix drauf, aber braucht jede Mannschaft“

Selbst war er nicht mit seinen Leistungen zufrieden. Auch deshalb macht der Spieler beim PSV Bork weiter. Eine Wahl hatte er aber nicht: Trainer Sanmi Ojo zwang seinen Schützling dazu.

Wenn die Saison nicht unterbrochen wäre, würde der PSV Bork durch die Fußball-Kreisliga marschieren. Zumindest wäre sicher noch einiges mehr drin gewesen als der aktuelle Platz vier.

„Nach Startschwierigkeiten ist der PSV-Express gerade so richtig ins Rollen gekommen“, sagt Danny Vogelhofer. „Wir hätten noch mehr Punkte geholt, aber der Lockdown hat uns zurückgeworfen.“ Nach drei Punkten aus den ersten beiden Spielen fuhr der PSV in den beiden Spielen vor der Saison-Unterbrechung zwei Siege ein, darunter der unterhaltsame 7:2 (4:2)-Erfolg beim SuS Rünthe mit Feldverweisen auf beiden Seiten.

Danny Vogelhofer übt Selbstkritik

Trotz der jüngsten Erfolge ist Vogelhofer aber nicht ganz zufrieden. Den Vize-Kapitän (einer von vielen in dieser Saison) treibt die eigene Leistung um. „Ich bin der größte Kritiker an mir selbst“, sagt Vogelhofer. „Mir hat die körperliche Fitness gefehlt, sonst hätte ich mehr zeigen können. Das ärgert mich.“

Danny Vogelhofer (r.) verschwendet derzeit keinen Gedanken ans Aufhören.
Danny Vogelhofer (r.) verschwendet derzeit keinen Gedanken ans Aufhören. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

In die gleich Kerbe schlägt auch Sanmi Ojo. „Sportlich hat er nix drauf. Er gehört zur älteren Generation, aber auch so einen braucht man in jeder Mannschaft“, sagt der PSV-Spielertrainer lachend und fügt ernst hinzu: „Danny ist nicht mehr der Schnellste. Ich schätze aber seine Zuverlässigkeit und dass er seine Meinung sagt, wenn ihm etwas gegen den Strich geht.“

Auf die Einschätzungen des 33-Jährigen müssen die Borker auch in der nächsten Saison nicht verzichten. Vogelhofer wird auch in der neuen Spielzeit an der Waltroper Straße auflaufen. „Sanmi hat mich gefragt und mir gleich gesagt, dass ich keine Wahl habe, weil ich als erfahrener Spieler und Leitwolf gebraucht würde. Er hat mich also gezwungen ‚Ja‘ zu sagen“, verrät Vogelhofer und schiebt nach: „Ich hätte aber ohnehin weitergemacht.“

Dabei hofft Vogelhofer, so fit wie sein Trainer zu werden. „Sanmi durchlebt gerade seine zweite Jugend“, meint der Vize-Kapitän. „Von seinem Fitnessniveau kann sich selbst manch junger Spieler noch etwas abschneiden. Er erlebt gerade eine neue Blütezeit. Man darf gespannt sein, was er in der neuen Saison leistet.“ Zudem schätze er auch die fachliche Qualitäten des Spielertrainers sowie, nicht zu vergessen, den fußballerischen und menschlichen Typen Ojo.

Ende beim PSV Bork ist noch nicht in Sicht

Auch Ojo ist also ein Grund dafür, auch im nächsten Jahr wieder für den PSV aufzulaufen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. „Dafür macht es mir zu viel Freude“, sagt Vogelhofer. „Erst wenn irgendwann an einem Montagmorgen nach einem Spiel der Schmerz größer ist, als die Lust weiterzumachen denke ich darüber nach aufzuhören. Momentan gibt es aber keine Gedankenspiele in der Richtung.“ Wenn dann noch die Fitness stimmt dürfte auch der Selbstkritiker in Danny Vogelhofer schweigen.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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