Ein Selmer Verein legt besonders Wert auf seinen Instagram-Auftritt. © Solen Feyissa (Unsplash)
Fußball

Die Instagram-Seite eines Selmer Klubs ist auf Profi-Niveau: Was sie anders machen als andere Klubs

Die Instagram-Seite eines Selmer Klubs ist voll von lustigen und einfallsreichen Inhalten. Die Verantwortlichen setzten dabei auf Formate, die bei anderen Klubs vernachlässigt werden.

Soziale Medien werden immer wichtiger. Auch im Amateurfußball nutzen immer mehr Vereine Plattformen wie Facebook oder Instagram. Die Pflege benötigt aber Zeit und kreative Ideen. Wie das geht, zeigt ein Selmer Verein.

Immer mehr Profi-Vereine geben auf lustige Weise Verpflichtungen oder Verlängerungen von Spielern bekannt. Der VfL Bochum verkündete in einem Instagram-Video die für viele Fans nicht möglich gehaltene Vertrags-Verlängerung von Danilo Soares und spielte dabei wohlwissend mit den Gefühlen seiner Anhänger.

Auch der PSV Bork hat sich bei der Vertrags-Verlängerung seines Trainers Sanmi Ojo etwas Besonderes ausgedacht. Verantwortlich dafür war unter anderem David Onweni. Er und Mario Naß betreuten den Instagram-Kanal ihrer Mannschaft. Die Ideen kommen aber nicht nur von ihnen. „Bei der Vertragsverlängerung hatte auch Sanmi Ideen. Er ist auch sehr kreativ“, sagt Onweni.

Der 19-Jährige und sein Mitspieler setzten sich nach der vergangenen Saison hin und erstellten die Seite. „Wir wollten etwas vom Mannschaftsleben zeigen. Wir können das aber auch nutzen, um unsere Sponsoren hervorzuheben.“ So verbanden sie die Verpflichtung von Rene Westermann mit einem Dank an einen Sponsor.

Neben Videos gibt es bei Instagram auch Spielervorstellungen, die Ergebnisse der Spiele und Berichte dazu zu finden. Die Steckbriefe schreiben dann zwar die Spieler, die Texte dazu übernehmen aber Naß und Onweni. Letzterer legt aber vor allem Wert auf Videoinhalte.

„Das gibt es bei Vereinen in unserer Umgebung so nicht. Wir versuchen, etwas anderes zu machen.“ Die Videos macht der Borker selbst und schneidet sie auch. „Das habe ich mir selbst beigebracht. Ich habe auch Freunde, die Youtube-Videos machen und mir was gezeigt haben.“

Neuzugang entschied sich wegen Instagram für den PSV Bork

Onweni werde auch von Freunden auf die Inhalte angesprochen und erhalte viel positives Feedback. Bei der Laufchallenge, die der PSV im Dezember veranstaltete, hätten ihn auch Leute angeschrieben, die nichts mit dem Verein zu tun hätten und spenden wollten.

Und auch bei der Spieler-Akquise hilft die Seite. Rene Westermann gab den Instagram-Kanal explizit als Grund an, warum er sich für den PSV entschied. „Bork macht viel auf Instagram. Das fand ich interessant“, sagte Westermann. „Als ich das erste Mal mit ihm gesprochen habe, sagte er mir, dass er uns schon über unsere Steckbriefe bei Instagram etwas kennengelernt habe“, sagt Onweni.

Aber wie viel Zeit investieren er und Naß für die Inhalte? „Grob, aus dem Bauch heraus so zwei Stunden pro Woche. Im Dezember etwas mehr, seit dem Jahreswechsel noch etwas weniger.“ Er kündigt aber an, dass schon weitere Formate geplant seien.

Ambitionen, auch beruflich in die Richtung Soziale Medien zu gehen, hat der Student aber nicht. „Was heißt Ambitionen? Ich mache das nebenbei als Hobby, um Erfahrungen zu sammeln.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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