Aron Windener und der PSV Bork werden in der Aufstiegsrunde auf die HSG Unna-Massen treffen. © Jürgen Weitzel
Handball

Aufstiegsrunde: PSV Bork ärgert sich über den Kreis – und appelliert an Gegner Unna-Massen

Der PSV Bork wird in der Aufstiegsrunde auf den Königsborner SV und die SGH Unna-Massen 5 treffen. An Letztere adressiert PSV-Trainer Matthias Hans einen Wunsch.

Die Chance auf den Aufstieg in die 1. Kreisklasse ist da: Die Handballer des PSV Bork haben sich für die Aufstiegsrunde gemeldet. Laut Handballkreis Hellweg könnte es ab Anfang Mai wieder losgehen, sollten die Vereine die Möglichkeit haben, eine vierwöchige Vorbereitung durchzuführen.

Ab Anfang April würde sich der PSV Bork dann auf die Aufstiegsrunde vorbereiten. Ursprünglich hatte der Klub sich als einziger in der 2. Kreisklasse für das Mini-Turnier gemeldet, nachdem die Frist dazu am 6. Februar abgelaufen war. Der Aufstieg war also eigentlich beschlossene Sache. Dann meldeten jedoch der Königsborner SV und die SGH Unna-Massen 5 nach.

Bork, Königsborn und Unna-Massen spielen um den Aufstieg

Bork, Königsborn und Unna-Massen werden den Aufstieg untereinander ausspielen. Alle Mannschaften treffen in Hin- und Rückspiel aufeinander. Danach wird feststehen, wer künftig in der 1. Kreisklasse antritt.

Dass Nachmeldungen zugelassen wurden, trifft bei Matthias Hans auf wenig Begeisterung. „Wenn wir nur fünf Minuten zu spät den Schiedsrichter melden, kostet das gleich 100 Euro Strafe. Jetzt aber kann nachgemeldet werden“, ärgert sich der PSV-Trainer. „Ich frage mich, wofür es dann Meldefristen gibt.“

Es gibt aber noch eine andere Sache, die Hans ärgert. Alle teilnehmenden Mannschaften könnten Verstärkungen von höherklassigen Teams erhalten. „Theoretisch könnte Massen 5 mit der Landesliga-Mannschaft antreten. Sie haben die Möglichkeit dazu, aber ich hoffe, dass sie das nicht nutzen, das hätte schon ein ‚Geschmäckle‘“, sagt Hans, fügt aber gleich hinzu: „Ich hab Massen als sportlich fairen Verein kennengelernt. In der Vergangenheit sind sie uns immer entgegengekommen, wenn wir beispielsweise Spiele verschieben wollten. Von daher muss ich eine Lanze für sie brechen.“

Wie die Chancen für den PSV Bork in der Aufstiegsrunde stehen, kann Hans nicht genau sagen. Massen sei wegen eine „Wundertüte“, bei Königsborn sei ebenfalls kaum zu sagen, welches Spielermaterial vorhanden sei. „Eine Prognose ist fast nicht möglich“, so Hans.

PSV Bork kann auf guten Kader zählen

Selbst wird der PSV wohl in wenigstens ordentlicher Besetzung antreten. „Als das Training gestartet ist, waren damals alle an Bord“, ist Hans optimistisch, zumal der sportliche Reiz nun groß sei. „Die Teilnahme ist sportlich gesehen attraktiver, als würden wir jetzt an einer ‚Sommerbeschäftigungsrunde‘ teilnehmen.“

Wie groß die Möglichkeit auf den Aufstieg ist, wird sich kurzfristig entscheiden, glaubt Hans: „Am Ende kommt es auf die Tagesverfassung an. Ich glaube, wir werden nicht chancenlos sein.“

Sollte der PSV Bork am Ende dann den Aufstieg wirklich schaffen, wäre das für Matthias Hans der Optimalfall: „Dann müssen wir uns jedenfalls nicht anhören, dass wir nur aufgestiegen sind, weil wir als Einzige für die Aufstiegsrunde gemeldet haben.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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