Nach einer Woche vergeblichen Wartens auf die Rückkehr der entlaufenen Hündin Karo hat Karl-Heinz Gryschek den Parkplatz des Gartencenters Augsburg mit seinem Wohnmobil verlassen. © Reinhard Schmitz
Entlaufene Hündin

Wohnmobil-Paar fährt ohne Hündin Karo nach Hause – aber es gibt noch Hoffnung

Eine Woche lang suchten die Besitzer nach ihrer in Schwerte entlaufenen Hündin Karo. Jetzt müssen sie wieder zurück zur Arbeit nach Brühl. Aber es gibt Zeichen, die ihnen Hoffnung machen.

Leer ist die Stelle, wo eine Woche lang das Wohnmobil auf dem Parkplatz des Gartencenters Augsburg gestanden hat. Sorgenvoll haben Karl-Heinz Gryschek und seine Frau Anna Berghoff-Gryschek dort ausgeharrt, um auf die Rückkehr ihrer entlaufenen Hündin Karo (5) zu warten.

Es war vergeblich. Schweren Herzens mussten sie am Sonntag (21.11.) zu ihrem Haus im rheinischen Brühl zurückfahren, weil die Arbeitsstelle rief. Allerdings nicht, ohne einen Funken Hoffnung mitzunehmen.

Es gibt Lebenszeichen von Karo

Denn es gibt Lebenszeichen von der Tibet-Terrier-Pudelmix-Hündin mit dem grau-beige-weißen Fell. Er habe dreimal – auch von der Polizei – Nachricht bekommen, dass das Tier gesehen worden sei, berichtete Karl-Heinz Gryschek am Montag (22.11.) auf Anfrage.

Noch am vergangenen Freitag habe eine Frau aus dem Talweg bei ihm angerufen. Dort versuchte er, die sicherlich inzwischen ausgehungerte Karo mit einem gut gefüllten Futternapf anzulocken. Doch als er später wiederkam, sah er nur eine vollgefressene Katze, die sich offensichtlich an der Tiernahrung gütlich getan hatte.

Inzwischen soll sich die Ausreißerin im Bereich der Baustelle für den Ausbau der B236/Hörder Straße aufhalten, wo sie offenbar mehrfach über die Fahrbahn gelaufen ist. Mit Unterstützung der Hundehilfe Schwerte, der Karl-Heinz Gryschek sehr dankbar ist, soll in diesem Straßenabschnitt nun noch einmal eine Futterstelle eingerichtet werden. Die Hoffnung ist, Karo auf diese Weise schließlich einfangen zu können.

Der Hundebesitzer kommt am Wochenende wieder nach Schwerte

Der Tierbesitzer bittet Autofahrer, an der Baustelle wegen des freilaufenden Hundes vorsichtig zu fahren – auch wenn dort wegen der Arbeiten bereits Tempo 30 gelte.

Voraussichtlich am nächsten Wochenende will der Brühler dann wieder selbst nach Schwerte kommen, um anschließend möglichst gemeinsam mit seiner Fellnase nach Hause fahren zu können.

Beim Stopp zum Gassi-Gehen entlaufen

Auch deren ältere Schwester, die schwarzfellige Bonny (7), wäre dann sicherlich glücklich. Karl-Heinz Gryschek hatte die beiden Hunde erst am 7. November von einem Züchter in Espelkamp (Kreis Minden-Lübbecke) abgeholt.

Um ihnen einen Gassi-Pause zu gönnen, hatte er auf der Rückfahrt eine Pause in Schwerte eingelegt. Nach dem Verlassen der Autobahn steuerte er den nächsten größeren Parkplatz an, den er vor dem Evangelischen Friedhof fand.

Doch bei dem Spaziergang muss sich die ängstliche Karo durch irgendein Geräusch derart erschrocken haben, dass sie sich aus ihrem Ledergeschirr wand und das Weite suchte. Man sah sie noch auf die andere Seite der Hörder Straße davonstieben, bevor sie in Richtung der Straße K20/Am Eckey verschwand.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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