Wirte starten Trainingsprogramm mit Gesundheitscheck

Gemeinsam fit werden

SCHWERTE Gemeinsam mit ihren Kollegen vom Kneipenkulturfestival hat sich die 41-jährige Sylvia Schülke für ein Training im Sportmedizinischen Gesundheitszentrum Kämmerling entschieden. Am Montag war der erste Tag. Auf dem Programm stand der Gesundheits- und Vitalitätscheck.

von Von Nicole Giese

, 04.01.2010, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wichtiger ist der 41-Jährigen jedoch die Fitness. Knie- und Rückenschmerzen sind das Ergebnis ihrer Arbeit hinterm Tresen. Und auch die Ausdauer ist ausbaufähig – seit September hat Sylvia Schülke keinen Sport mehr getrieben, gesteht sie Trainerin Bozena. „Du wirst sehen, das kommt ganz schnell wieder, wenn Du Dich wieder bewegst“, startet diese einen ersten Anspornversuch. Denn die Motivation ist ein großes Problem von Sylvia Schülke. „Es fällt mir schon schwer, mich zum Sport machen aufzuraffen“, erzählt. sie. Nordic-Walking und Fahrradfahren findet sie langweilig, lieber fährt sie Motorrad. Der letzte Spinning-Kurs ist auch schon wieder zwei Jahre her. Dazu kommen eine Schwäche für Süßigkeiten, das Essen meist spät am Abend und wenig Schlaf.

Bozena Kwapis testet zunächst Koordination und Beweglichkeit. Hier schneidet Sylvia Schülke gut ab. Dann geht es um Kraft und Ausdauer. Beim Back-Check wird die Kraft unterschiedlicher Muskelgruppen gemessen. Energisch presst sich Sylvia Schülke in die blauen Kissen des Diagnostik-Geräts, das unter anderem Rumpf- und Oberkörpermuskulatur bewertet. Anschließend geht es für den Ausdauertest aufs Fahrrad. Während Sylvia Schülke fährt, erzählt Bozena Kwapis, worauf es in den nächsten Wochen ankommt: „Man kann nicht morgens trainieren und sich dann abends den Bauch vollschlagen“, betont sie.

Die Ernährung spiele eine große Rolle. Der weitere Erfolg hängt dagegen von den individuellen Voraussetzungen ab: So sind zum Beispiel der aktuelle Leistungsstand und der Stoffwechsel bei jedem der teilnehmenden Wirte verschieden. Sylvia Schülke hat es für heute geschafft. Sie nimmt ihre Trainingskarte in Empfang, auf der alle persönlichen Daten gespeichert sind. Am Ende des zweimonatigen Programms lässt sich so der Trainingserfolg jedes einzelnen ablesen. „Ich freu mich schon auf nächste Woche“, will die RdW-Wirtin ihre Werte schnellstmöglich verbessern. 

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