Eine Fahrt nach Winterberg empfiehlt sich derzeit nicht – hier eine Anzeigetafel auf der A1 vor dem Westhofener Kreuz. © Carsten Fischer
Autobahn 1

Winterberg-Warnhinweis auf Autobahnen im Kreis Unna

Besser nicht nach Winterberg fahren: Das erfahren potenzielle Ski-Touristen schon auf den Autobahnen im Kreis Unna. Dort leuchtete am Wochenende und am Montag ein Warnhinweis auf.

Ein Verkehrschaos im schneereichen Winterberg soll schon an den Autobahnen im Kreis Unna abgewendet werden. Auf elektronischen Schildertafeln an der A1 und A45 leuchtete am Wochenende ein Warnhinweis auf: „Skigebiet Winterberg gesperrt“.

Die Verkehrszentrale der Autobahnen blendete den Schriftzug auf den „dWiSta“-Tafeln am Westhofener Kreuz, am Kreuz Wuppertal-Nord und am Kreuz Dortmund-West ein. Solche elektronischen Anzeigen stehen auch am Kamener Kreuz, dort sei der Hinweis aber nicht aufgetaucht, sagte Susanne Schlenger von der Bundesautobahngesellschaft. „dWiSta“ steht für „dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen“.

Hinweis schon 100 Kilometer vor Winterberg

Bereits rund 100 Kilometer vor Winterberg wurden mögliche Ski-Touristen auf die Einschränkungen am Zielort hingewiesen. Der sauerländische Wintersport-Ort hat seine Pisten und Parkplätze gesperrt. Die Polizei hat Zufahrtsstraßen gesperrt, nachdem es in den vergangenen Tagen zu einem Verkehrschaos und Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung gekommen war. Polizei und Ordnungsamt stellten über 270 Verstöße fest.

Die Anzeigetafeln dienen üblicherweise als Stauwarner, wenn es im weiteren Autobahnverlauf zu Verkehrsstörungen kommt. Im Zusammenhang mit der Corona-Krise wurden die „dWiSta“-Tafeln nun schon zum zweiten Mal genutzt.

Ungewöhnliche Meldung blieb auch am Montag zu sehen

Zeitweise war dort eine Aufforderung an Reiserückkehrer zu sehen, die sich auf Corona testen lassen sollten. „Das kommt total selten vor, dass wir solche ungewöhnlichen Meldungen machen“, sagte Behördensprecherin Schlenger. Der Winterberg-Hinweis werde auch am Montag noch bestehen bleiben.

Maximal zwei Kilometer vor dem Kamener Kreuz und dem Westhofener Kreuz steht mindestens eine dWiSta-Tafel in jeder Himmelsrichtung. In ganz NRW sind 94 dWista-Tafeln in Betrieb (Stand: 2019). Die Tafeln sind 13,50 Meter breit und 4,10 Meter hoch, wenn sie eine dreispurige Fahrbahn überspannen. Ein Textfeld ist fünf Meter breit und 1,90 Meter hoch.

Jeweils 26.500 LED können je Tafel zwei Mal drei Textzeilen darstellen können, zum Beispiel „Vollsperrung A1 Bremen ab Kamener Kreuz“. Oder eben auch: „Skigebiet Winterberg gesperrt“.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer

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