Wie man mit Haushaltshilfen Geld sparen kann

dzSteuern sparen durch Anmeldung

Zu teuer, zu viel Bürokratie: Putz- oder Gartenhilfen anzumelden, davor scheuen sich die meisten Verbraucher. Dabei kann man dabei sogar Geld sparen.

Schwerte

, 10.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Private Putzkräfte arbeiten oft schwarz. Knapp 90 Prozent der deutschen Haushalte mit einer Reinigungskraft lassen einer Studie zufolge ihre Wohnung schwarz putzen. Schwarzarbeit ist aber alles andere als ein Kavaliersdelikt: Bußgeld und sogar Haftstrafen können drohen.

Arbeitgeber profitieren durch die Anmeldung ihrer Haushaltshilfe von Steuervorteilen. Sie können von ihrer Steuerschuld 20 Prozent der Gesamtaufwendungen für die Haushaltshilfe reduzieren, maximal 510 Euro im Jahr. Unter dem Strich koste ein angemeldeter Minijobber kaum mehr als eine schwarzarbeitende Haushaltshilfe, heißt es von der Minijob-Zentrale. Und mitunter überstiegen die Steuerrückzahlungen sogar die geleisteten Abgaben.

Oft seien es auch die Haushaltshilfen, die gar nicht angemeldet werden wollten, wie Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Autor einer aktuellen Studie zum Thema, festgestellt hat. Die Frauen seien häufig über ihren Mann mitversichert. Seiner Recherche nach sei es deshalb vielerorts „nahezu

unmöglich“, eine Putzkraft zu finden, die sich anmelden lasse.

Und doch: Wie die bundesweit zuständige Minijob-Zentrale in Bochum mitteilte, vermeldet sie Jahr für Jahr einen Zuwachs von einigen Prozent bei den Anmeldezahlen. Während es vor 15 Jahren nur 90.000 angemeldete Haushaltshilfen gewesen seien, so sei die Zahl der angemeldeten Minijobber in Privathaushalten im September 2018 um 1,4 Prozent binnen Jahresfrist weiter gestiegen auf 304.073. Im ersten Quartal 2019 ist im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Minijobber in Privathaushalten gesunken. Zum 31. März 2019 sind 300.350 geringfügig entlohnte Beschäftigte bei der Minijob-Zentrale gemeldet. Dies entspreche einem Rückgang von -0,5 Prozent.

Aber wie melde ich die Putzkraft oder auch die Gartenhilfe an? Das

Anmelden geht online unter www.minijob-zentrale.de, informiert die Deutsche Rentenversicherung Bund. Alternativ kann auch ein entsprechendes „Haushaltsscheck“-Formular heruntergeladen werden und per Post oder Fax an die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung geschickt werden. Die Anmeldung mit dem Haushaltsscheck ist nur möglich, wenn es sich um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis in einem Privathaushalt handelt – also entweder um einen 450-Euro-Job oder einen kurzfristigen Minijob. Beschäftigte haben unter anderem Anspruch auf bezahlten Urlaub und Entgeltfortzahlung bei Krankheit. Außerdem sind sie bei einem Unfall im Haushalt versichert und erwerben Ansprüche auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Minijob-Zentrale übernimmt den Großteil der Arbeitgeberpflichten, etwa die Berechnung und den Einzug der Abgaben sowie die Meldung zur Unfallversicherung.

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