Der vorerst letzte verkaufsoffene Sonntag fand am 1. März 2020 statt. Kurz darauf folgte der erste Lockdown. © Bernd Paulitschke
Schwerter City

Werbegemeinschaft plant für Mai verkaufsoffenen Sonntag – mit Kirmes

Ein verkaufsoffener Sonntag mit Kirmes im Mai? Die Werbegemeinschaft ist optimistisch. Sie hat vier Verkaufsoffene für 2021 beantragt – jeweils zu bestimmten Anlässen.

Vier verkaufsoffene Sonntage hatte die Werbegemeinschaft für 2020 geplant. Doch nach dem Frühlingserwachen am 1. März folgte der Lockdown. Die übrigen Verkaufsoffenen wurden abgesagt, auch weil die mit ihnen einhergehenden Veranstaltungen wie Kirmes und Pannekaukenfest der Pandemie zum Opfer fielen.

Auch die Sonntage, die von der Landesregierung für die zweite Jahreshälfte versprochen waren, konnten nicht stattfinden. Und das Frühlingserwachen Anfang März ist auch gecancelt. Der Grund: Die niederländischen Händler für den Hollandmarkt dürfen nicht ausreisen. Und ohne eine Veranstaltung wird von den Verwaltungsgerichten keine Öffnung der Geschäfte an einem Sonntag genehmigt.

Im Mai wieder Kirmes?

Dennoch hat die Werbegemeinschaft auch für das laufende Jahr verkaufsoffene Sonntage beantragt. Und ist dabei relativ optimistisch vorgegangen. Der erste soll bereits am 9. Mai stattfinden, nämlich gemeinsam mit der Maikirmes. Ob das klappt, hängt nicht allein von der Corona-Situation ab. Denn die verkaufsoffenen Sonntage werden im Rat der Stadt beschlossen.

Die Verwaltung betont jedenfalls, dass alle Genehmigungen für die Sonntage an den Veranstaltungen hängen, zu denen sie stattfinden. Sollten Kirmes und Co. wegen der dann geltenden Coronaschutzbestimmungen abgesagt werden, dürfen auch die Schwerter Händler nicht öffnen.

Folgende vier Sonntage wurden beantragt:

9. Mai mit Maikirmes. Geplant sind:

  • der „Schwerter Autofrühling“ (Autoschau) auf der Bahnhofstraße und dem Postplatz,
  • eine Präsentation Schwerter Vereine auf dem Werner-Steinem-Platz,
  • „Schwerte Kulinarisch“ auf dem großen Marktplatz.

12. September mit dem Pannekaukenfest:

  • Zu dem verkaufsoffener Sonntag beim Stadtfest will die Werbegemeinschaft nichts Zusätzliches organisieren.

24. Oktober mit der Herbstkirmes. Geplant sind:

  • ein Handwerkermarkt der ortsansässigen Betriebe auf dem Postplatz,
  • „Schwerte Kulinarisch“ auf dem großen Marktplatz.

28. November zum Weihnachtsmarkt Bürger für Bürger:

  • Auch hier setzen die Händler ausschließlich auf die Traditionsveranstaltung.


Das sagt der Vorsitzende der Werbegemeinschaft dazu:

Der Lokale Handel braucht verkaufsoffene Sonntage, um überhaupt wieder Menschen in die Innenstädte zurück zu bringen, betont der Vorsitzende der Schwerter Werbegemeinschaft, Peter Rienhöfer. Er räumt ein, dass die Terminierung, die man anstrebt, sehr optimistisch sei. Aber der Handel ist an die Veranstaltungen gebunden. Und im Dezember, als man die Anträge gestellt hatte, sei die Entwicklung so auch noch nicht abzusehen gewesen. Dennoch hofft er, dass es in diesem Jahr wieder besser läuft.

Deshalb hat Rienhöfer auch wenig Verständnis, wenn aus Gewerkschaftskreisen aus Prinzip gegen die Verkaufsoffenen argumentiert würde. Nach der langen Kurzarbeit würden die meisten der Mitarbeiter lieber mehr als weniger Arbeiten und für den Handel seien diese Tage sehr wichtig. „Aber wir sind auch in gutem Austausch mit verdi“, betont er.

Welttheater-Macher plant vorsichtiger

Nicht alle glauben daran, dass in diesem Sommer überhaupt wieder normale Großveranstaltungen denkbar sind. Das Kulturbüro geht zum Beispiel beim Welttheater der Straße andere Wege. Man will das Festival über mehrere Tage strecken und zu den einzelnen Veranstaltungen jeweils eine begrenzte Menge an Zuschauern zulassen.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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