Das Kreis-Gesundheitsamt hat am Freitag elf neue Corona-Fälle für Schwerte gemeldet. © picture alliance/dpa
Corona-Pandemie

Weitere Fälle der Corona-Mutation in Schwerte nachgewiesen – Inzidenz über 100

Nachdem in der zweiten Februar-Woche zunächst sechs Fälle der britischen Virusvariante in Schwerte gemeldet wurden, hat sich die Zahl nun fast verdoppelt. Indes gibt es kaum Genesene.

Im Laufe der zweiten Februar-Woche meldete das Kreis-Gesundheitsamt, dass in Schwerte sechs Fälle der Corona-Mutation nachgewiesen worden seien. Dann war es eine Zeit lang ruhig um die britische Virusvariante, die sich aggressiver und schneller ausbreiten soll als die ursprüngliche Form des Virus.

Nun meldete der Kreis Unna zunächst zwei Mutations-Fälle in Schwerte nachträglich, dann kamen noch einmal drei hinzu (Stand 19.2.). Insgesamt wurden damit inzwischen elf Fälle der Virusvariante in unserer Stadt nachgewiesen. Die Zahl hat sich innerhalb einer Woche fast verdoppelt.

Generell sind die Zahlen wieder stark angestiegen – vor allem auch im Vergleich zur zweiten Februar-Woche, die seit Mitte Oktober 2020 die beste war, was die Corona-Zahlen in Schwerte angeht. Waren es in der vergangenen Woche 24 Schwerter, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, so waren es jetzt in der dritten Februar-Woche insgesamt 47.

Zahlen verdoppeln sich

Auch diese Zahl hat sich somit fast verdoppelt. Allein am Freitag (19.2.) wurden elf Corona-Neuinfektionen für Schwerte gemeldet. Die Zahl der aktuell Infizierten, die zuletzt teils unter 80 gelegen hatte, ist nun wieder auf 112 gestiegen. Doch das liegt nicht nur an der Fülle an Neuinfektionen.

Problematisch ist auch, dass kaum Schwerter als wieder genesen gelten. Zum Vergleich: In der ersten Februar-Woche haben 48 Menschen aus Schwerte ihre Corona-Infektion nachweislich überstanden, in der zweiten Februar-Woche waren es 36, in dieser dritten Woche nur 16.

Der Inzidenz-Wert ist wegen der wieder rasant ansteigenden Zahlen in die Höhe geschossen und liegt nun bei 101,74 (Stand 19.2.). Am vorherigen Freitag (12.2.) lag die Inzidenz noch bei 51,95. Innerhalb von nur einer Woche haben sich also die 7-Tages-Inzidenz, die Zahl der Mutations-Fälle und die der Neuinfektionen jeweils fast verdoppelt.

Indes hat sich die Zahl der Neu-Genesenen mehr als halbiert. Eine Entwicklung, die allen guten Hoffnungen einen deutlichen Dämpfer verpasst. Allerdings gibt es nicht ausschließlich schlechte Neuigkeiten.

Kaum Todesfälle in Schwerte

In der dritten Februar-Woche hat der Kreis einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Zuletzt waren es stets mehr Fälle pro Woche. In der Vorwoche beispielsweise sind fünf Schwerter an oder mit Corona gestorben. Jeder Todesfall ist einer zu viel, doch das diese Zahl – 51 Todesfälle seit Beginn der Pandemie – nicht mehr so stark ansteigt, ist eine gute Entwicklung.

Kreisweit liegt die Inzidenz derzeit bei 71,9. Da dies die Entscheidende für mögliche Lockerungen ist, sieht es derzeit nicht nach einer Rückkehr zur Normalität aus. Schließlich ist der Wert mehr als doppelt so hoch wie die gewünschte 35er-Inzidenz.

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Redakteurin für Schwerte und den Dortmunder Süden
Redakteurin, davor Studium der angewandten Sprachwissenschaften in Dortmund und Bochum. Sportbegeistert und vor allem tänzerisch unterwegs.
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Carolin West

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