Der Verkehrsverstoß ist auf Video dokumentiert. © Hartmann
Meinung

Was für eine herrlich peinliche Aktion!

Wenn man bei einem Verstoß im Straßenverkehr erwischt wird, ist das den meisten Menschen ziemlich unangenehm. Erwischt es den Blitzer selbst, ist die Schadenfreude umso größer.

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer hat sich nicht gefreut, als er die Nachricht über den Blitzerwagen gelesen hat, der selbst die Verkehrsregeln missachtet hat? Ich fand es super.

„Augen auf bei der Berufswahl“, habe ich mir sofort gedacht. Und mich daran erinnert, wie ich zum ersten Mal mit 18 Jahren von der Polizei angehalten worden war. „Sie haben beim Abbiegen ein Stoppschild überfahren“, sagte der Polizist. Mein Vater, den ich damals von einer Party abgeholt hatte – und der um halb zwei Uhr nachts sehr gut drauf war – fragte sofort: „Ist es schwer verletzt?“ So bekam ich mein erstes Knöllchen.

Gleiches Recht für alle

Es ist nicht mein letztes geblieben. Und gerade deshalb freut mich diese Meldung so sehr. Na klar: Es wird diejenigen geben, die jetzt nicht einsehen, warum sie ausgerechnet die Knöllchen zahlen sollen, die der Fahrer des Wagens an diesem Tag ausgestellt hat. Immerhin sollte der Kreisbedienstete ein Vorbild sein.

Doch hier gilt gleiches Recht für alle. Die Geblitzten sind zu schnell gefahren – und der „Blitzer“ hat für seinen Verkehrsverstoß ebenfalls ein Knöllchen verpasst bekommen. Das ist korrekt gelaufen.

Der Verstoß des Blitzerwagens ist auf der einen Seite nur eine Kleinigkeit – auf der anderen Seite aber einfach herrlich peinlich.

Über die Autorin
Redakteurin
Begegnungen mit interessanten Menschen und ganz nah dran sein an spannenden Geschichten: Das macht für mich Lokaljournalismus aus.
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Martina Niehaus

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