Warum das Schwerter Ehepaar Pannott einen Baum für Geflüchtete pflanzt

dz100 Bäume sind auch ein Wald

Unter dem Motto „100 Bäume sind auch ein Wald“ können Schwerter ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Eheleute Pannott nutzen die Gelegenheit auch als Symbol für gelungene Integration.

Schwerte

, 10.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„100 Bäume sind auch ein Wald“ – unter dieser Überschrift hatte der Rat der Stadt Schwerte im September 2017 einen Antrag einstimmig passieren lassen. Schwerterinnen und Schwerter können gegen eine Kostenbeteiligung Bäume erwerben und so einen Beitrag zum Klimaschutz in ihrer Stadt zu leisten.

Die Eheleute Pannott aus Schwerte setzen mit einem Baum in Schwerte-Nord auch ein Zeichen für gelungene Integration.

Für jedes Enkelkind einen Baum

Für die Eheleute Rita und Klaus Pannott war das neben dem Beitrag für den Klimaschutz auch eine willkommene Gelegenheit, um so ihrem Gedanken treu zu bleiben, für jedes Enkelkind einen Baum zu pflanzen.

Für ihre vier leiblichen Enkel pflanzten die Pannotts bereits vier Bäume - zwei davon stehen in Schwerte, im Wandhofener Babywald und an der Goethestraße gegenüber vom Ruhrtal-Gymnasium. „Die anderen zwei Bäume stehen in Bayern, da auch zwei meiner Enkel dort leben.“, erklärt Klaus Pannott.

Betreuung von Geflüchteten seit 2015

Klaus Pannott betreut zudem seit 2015 unter dem Dach von „AK Asyl Schwerte“ Geflüchtete. Dazu gehören auch die beiden miteinander verwandten Familien Ali/Ibrahim und Ali/Osman - zwei kurdische Familien aus dem syrischen Qamishli.

Er hilft den beiden jungen Familien bei Angelegenheiten mit Ämtern und allem was sonst im Alltag anfallen kann. „Die intensive Betreuung der Geflüchteten ist in diesem Rahmen nur möglich, weil meine Frau mir den Rücken frei hält.“, bedankt sich Klaus Pannott bei seiner Ehegattin Rita für die Unterstützung.

Zu den beiden jungen kurdisch-syrischen Familien gehören auch die Kinder Haifaa und Aiman, sowie Enas, Rinas und der in Schwerte geborene Aras-Afif. Alle besuchen mittlerweile einen Kindergarten oder eine Schule in Schwerte.

Ein neuer Baum für die fünf „Ziehenkel“

Die Freundschaft zwischen den Pannotts und den beiden geflüchteten Familien bescherte dem Schwerter Ehepaar gleich fünf neue zusätzliche Enkelkinder. „Beide Familien sind sehr gut in Deutschland und Schwerte integriert.“, betont Klaus Pannott. „Auch sie haben in Schwerte ihre Wurzeln gebildet.“

Und so war es für die Pannotts eine Selbstverständlichkeit, dass auch ihre „Ziehenkel“, die Kinder der Familien Ibrahim und Osman, von ihnen einen Baum gewidmet bekommen. Der neu gepflanzte Baum am Klusenweg in Schwerte-Nord soll auch nach außen hin als Symbol dienen.

Klaus Pannot erklärt: „Die beiden Familien werden gemeinsam mit dem Baum am Klusenweg weitere Wurzeln schlagen. Es ist ein überzeugendes Beispiel einer sich gut entwickelten Integration von Flüchtlingen.“

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