Am 13. Dezember verschwand Waldi, jetzt tauchte er wieder auf. © privat
Verschwundener Hund

Waldi ist wieder da: Vor Geschäft in Hörde angeleint – Polizei stellt Frau

Mit großem Einsatz suchten die Besitzer und die Hundesuchhilfe Schwerte nach dem verschwundenen Mischlingshund Waldi. Nach zweieinhalb Wochen wurde er wieder gefunden, mitten in Hörde.

Über zwei Wochen nach seinem Verschwinden ist Waldi wieder da. Der kleine Mischlingshund war am 13. Dezember vom Grundstück einer Kirche in Hörde verschwunden. Hier lebte er bei einer Familie und durfte dort auf dem Grundstück der Kirche und des Wohnhauses seiner Besitzer frei herumlaufen.

Nach Ansicht der Hundesuchhilfe Schwerte, die bei der Suche nach Waldi half, wurde der kleine Mischlingshund gestohlen. Denn der Versuch, mit einem anderen Hund der Spur von Waldi nachzugehen, endete kurz hinter dem Grundstück auf dem nächstgelegenen Parkplatz.

Gartennachbarn entdeckten den Hund

„Die Familie war verzweifelt, bis sie am Silvestertag einen Anruf von Gartennachbarn erhielt“, erzählt Lisa Hartmann von der Hundesuchhilfe. Die hatten Waldi vor Rossmann in Hörde entdeckt. Dort saß der kleine Hund angeleint vor dem Geschäft.

Die Nachbarn informierten die Mitarbeiter von Rossmann und die Polizei. So stellten die eine Frau, die den Hund kurz darauf losbinden wollte. „Die Frau hat zunächst alles abgestritten“, so Lisa Hartmann. Das sei ihr Hund und er heiße auch nicht Waldi, sondern Bob.

Später habe sie dann aber eingeräumt, den Hund gefunden und mitgenommen zu haben. Und weil der Hund nicht freiwillig mitkommen wollte, habe sie ihn dann weggetragen, sagt Lisa Hartmann.

Hundemarke fehlte

Waldi hatte noch immer sein Geschirr um, die Hundemarke habe aber gefehlt. Dafür habe die Frau dem Hund einen weiteren Bauchgurt umgeschnallt, weil Waldi immer wieder aus dem Geschirr fliehen wollte.

Mittlerweile ist Waldi zurück bei seiner Familie. Und ein bisschen dicker ist er auch geworden. „Zumindest hat es ihm in der Zeit nicht an Futter gemangelt.“

Mit Flyern, der Hilfe der Medien und des Internets hatten die Ehrenamtlichen der Hundesuchhilfe nach dem kleinen Familienhund gesucht. Ihnen war klar, dass Waldi nach acht Jahren nicht plötzlich weggelaufen war.

Trittbrettfahrer forderte Lösegeld

Das bestätigte auch der Einsatz der Suchhunde der sogenannten Pettrailerin Mandy van den Borg. Sie verfolgte die Spur Waldis vom heimischen Grundstück bis zu dem Parkplatz.

Besonders bizarr wurde es, als sich Trittbrettfahrer meldeten und Lösegeld forderten. Dazu hatten sie ein Bild geschickt, das Waldi in einer Gitterbox zeigte. Doch die Aufnahme erwies sich schnell als Fotomontage.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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