Wohin sind die Trauerbriefe von Karin Störmer verschwunden? © Reinhard Schmitz (Archiv)
Post in Schwerte

Verschwundene Briefe bei der Post: Einladungen zur Trauerfeier kamen nicht an

Zehn Trauerbriefe hatte Karin Störmer aus Schwerte Mitte Dezember frankiert und mit der Post verschickt. Es waren Einladungen zur Beerdigung. Doch sie kamen nicht bei den Empfängern an.

Karin Störmer aus Schwerte habe am 11. Dezember, so erzählt sie, mehr als zehn Trauerbriefe mit der Post verschickt. Bis zum 28. Dezember aber sind noch lange nicht alle davon angekommen.

Doch zurück zum Anfang: Am 11. Dezember machte Karin Störmer über zehn Trauerbriefe fertig, frankierte sie und brachte sie am Nachmittag zum Briefkasten der Hauptpost in Schwerte. „Ich habe extra darauf geachtet, dass sie nicht aneinander klebten“, sagt Störmer. Ein Teil der Briefe ging nach Niedersachsen und Hessen, der andere Teil an Haushalte in Schwerte.

Briefe in Schwerte kommen nicht an

Der Teil, der nach Niedersachsen und Hessen geschickt wurde, ist auch angekommen, „mit einiger Verspätung, aber angekommen“, so Störmer. Die Briefe, die in Schwerte und Umgebung zugestellt werden sollten, seien allerdings bis heute nicht eingetroffen.

„Dass Briefe verschwinden, kann ja mal passieren, besonders jetzt in dieser hektischen Zeit“, so Störmer. Doch gerade bei den Trauerbriefen, die eine Einladung zur Beerdigung waren, sei es besonders ärgerlich.

„Wegen Corona war ich davon ausgegangen, dass einige nicht kommen können, aber ich wollte zumindest eine kurze Rückmeldung haben. Also habe ich die Leute angerufen und dann wurde mir gesagt, dass sie nie eine Einladung bekommen hätten.“ Eigene Nachforschungen von Karin Störmer bei der Post hätten kein Ergebnis gebracht.

Post verweist auf drei Mitspieler bei der Zustellung

Die Trauerbriefe seien nicht die einzigen Briefe gewesen, die mit der Post verschwunden sind. Auch zwei Geburtstagskarten und ein Teil der von Störmer verschickten Weihnachtskarten seien noch nicht bei den Empfängern angekommen.

Auf Anfrage der Redaktion am Montag (28.12.) sagte ein Sprecher der Post-Pressestelle in Düsseldorf: „Bei der Zustellung der Briefe gibt es immer drei Mitspieler. Das sind der Absender, die Post und der Empfänger.“ Woran es in diesem Fall genau gelegen hat, konnte er am Montag nicht sagen, dafür bräuchte man die Adressen der Empfänger.

Eine Adresse haben wir in der Redaktion zur Recherche an die Post weitergeleitet. Ein Ergebnis lag bis Redaktionsschluss am Montag noch nicht vor.

Nicht der erste Fall von verschwundenen Briefen

Es war nicht der erste Fall von verschwundenen Briefen vor Weihnachten. Unternehmerin Britta Hesselbach-Komander hatte vor Weihnachten knapp 6000 Briefe mit der Post verschickt. Doch die gesamte Auflage an Briefen für das Postleitzahl-Gebiet 5 wurde nicht zugestellt.

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