Verdi zu Merkels Corona-Entscheidung: „Das ist jetzt wirklich der Knüller!“

Corona-Pandemie

Dass Merkel die Osterruhe wieder gekippt hat, hat auch die Gewerkschaft Verdi überrascht. Ein lokaler Vertreter sagt: „Die Verunsicherung ist riesig.“ Verdi selbst stehe quasi zwischen den Stühlen.

Schwerte

, 24.03.2021, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ruhetage zu Ostern hat die Bundeskanzlerin wieder zurückgenommen. Auch am Gründonnerstag kann man jetzt einkaufen gehen.

Die Ruhetage zu Ostern hat die Bundeskanzlerin wieder zurückgenommen. Auch am Gründonnerstag kann man jetzt einkaufen gehen. © picture alliance/dpa

Wenn Ruhetage für Unruhe sorgen: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die „Ruhetage“ Gründonnerstag und Karsamstag nun doch wieder zurückgenommen. Michael Kötzing, Geschäftsführer des Bezirks Westfalen der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) sagte dazu am Mittwoch (24.4.): „Es macht kaum Sinn, ein Statement abzugeben. Die Voraussetzungen ändern sich sekündlich.“

Auf der Homepage der Gewerkschaft hatte man am Dienstag (23.4.) noch versucht zu erklären, was es bedeutet, wenn die beiden Tage als Ruhetage definiert werden. Was ist ein Ruhetag? Wer muss arbeiten, wer darf zu Hause bleiben?

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Verdi-Chef Frank Wernecke hatte gefordert, dass Ruhetage wie Feiertage geregelt werden müssten – das bedeutet zum Beispiel, dass die Beschäftigten in systemrelevanten Berufen, die dennoch arbeiten müssen, Anspruch auf einen Ausgleichstag hätten.

Wernecke kritisierte den „nächtlichen Schnellschuss“ aus der Bund-Länder-Konferenz vom Dienstag und forderte eine verbindliche und bundeseinheitliche Regelung.

„Wir sind mittendrin zwischen allen Berufsgruppen“

Über der Pressemittelung stand dann am Mittwoch (24.3.): „Stand: 24.03.2021 – offenbar politisch nicht mehr aktuell, was für ein Chaos!“ Der Hinweis stammt aus der Feder von Kötzing.

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„Wir sind mittendrin zwischen allen Berufsgruppen: Denen, die nach mehr Schutz rufen, und denen, die wegen des Lockdowns um ihre Existenz fürchten“, sagt Michael Kötzing. Jetzt erlebe man die gleiche Hilf- und Ratlosigkeit auch auf Seiten der Politik.

Fehler können passieren, sagt der Bezirks-Geschäftsführer. Die Regelung wieder zurückzunehmen, sei allerdings „ein Knüller“ gewesen. „Was die Menschen brauchen, sind Ruhe und Zuverlässigkeit.“

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