Hier, auf der grünen Wiese, soll die neue Schule gebaut werden. © Ingo Rous
Planungsausschuss

Theodor-Fleitmann-Gesamtschule: Stadt plant Gutachten für 30.000 Euro

Die Theodor-Fleitmann-Schule wird in Wandhofen neu gebaut. Das hat der Rat der Stadt Schwerte beschlossen. Nun werden die Pläne konkreter.

Noch in diesem Monat will die Stadt mit dem Bebauungsplanverfahren für einen Neubau der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule in Wandhofen beginnen. Am 15. September soll der Planungsausschuss die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschließen.

Es ist bereits der zweite Anlauf: Nachdem man einen zunächst geplanten Standort in Holzen, am Großen Feld, wieder verworfen hat, soll es nun Wandhofen werden. Zwischen Wandhofener Straße und Hagener Straße will die Stadt eine neue Schule auf der grünen Wiese bauen.

Mit rund 70 Millionen Euro werden die Baukosten beziffert. Das sei aber in der Gesamtbetrachtung günstiger als ein Neubau der Schule auf dem alten Standort am Holzener Weg.

Grundstück gehört einem Landwirt

Das Gelände in Wandhofen gehört aktuell noch einem Landwirt. „Die Verhandlungen über den Verkauf sind bereits sehr weit fortgeschritten“, so Stadtplaner Christian Vöcks. Ähnlich hatte er sich auch bei einer Versammlung mit Anwohnern im Juli ausgedrückt. Denn das Projekt ist in Wandhofen und auch politisch umstritten. Zum einen wegen der Kosten, zum anderen aber auch, weil erneut Fläche versiegelt wird.

Das ist der Bereich des neuen Bebauungsplans. Hier soll die Schule gebaut werden. © Stadt Schwerte © Stadt Schwerte

Um bauen zu können, muss auch der Flächennutzungsplan geändert werden. Denn das rund vier Hektar große Grundstück in Wandhofen ist bislang im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgezeichnet. Und auch der Regionalplan, der früher Gebietsentwicklungsplan hieß und die Ziele der Raumplanung für ganz Nordrhein-Westfalen festlegt, führt das Gelände als Freiraum und Agrarbereich.

Gutachten für 30.000 Euro notwendig

Die Stadt sieht hier aber offensichtlich wenig Probleme. Die Änderung des Flächennutzungsplans könne gleichzeitig mit der Aufstellung des Bebauungsplans erfolgen, heißt es in der Vorlage zur Planungsausschusssitzung. Und noch etwas ist dem Papier zu entnehmen. Alleine für die Gutachten zur Änderung des Flächennutzungsplans plant die Stadt, Gutachten für rund 30.000 Euro in Auftrag zu geben. Denn bevor der Bebauungsplan veröffentlicht wird, muss man von Umwelt bis Lärmschutz etliche Experten befragen.

Stadt plant eine öffentliche Informationsveranstaltung

Die Bürger kommen übrigens erst später in Spiel. Die Stadt plant eine öffentliche Vorstellung in Form einer Bürgerveranstaltung, bevor die Pläne im Rathaus öffentlich ausgelegt werden. Dazu gibt es aber bislang noch keine Zeitangabe.

Erst dann können die Anwohner und andere Schwerter Bürger ihre Bedenken und Anregungen zu den Plänen schriftlich an die Stadt senden. Inwieweit den Bedenken nachgegangen wird, entscheidet der Rat der Stadt.

Gleichzeitig werden auch die sogenannten Träger öffentlicher Belange gefragt: Das sind zum Beispiel die Wasserwerke, Energieversorger, aber auch andere Behörden wie die Bezirksregierung. Formell nicht dazu gehören Umweltverbände, die aber dennoch von der Stadt (und anderen Planungsbehörden) dazu angehört werden.

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Redaktion Schwerte
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Heiko Mühlbauer

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